Julius Bär holt einflussreichen Briten an Bord

Der Bank Julius Bär ist in Grossbritannien ein Coup gelungen. Sie hat einen langjährigen Credit-Suisse- und Barclays-Banker engagiert, der fünf Jahre lang auch die Finanzmarktaufsicht auf der Insel leitete.

Die Zürcher Bank Julius Bär hat Sir Hector Sants (im Bild rechts) zum Chairman von Julius Baer International Limited London ernannt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der neue Mann löst Gian A. Rossi ab, der dieses Amt neun Jahre lang inne hatte.

Rossi bleibt der Bank erhalten in seiner Funktion als Head Northern, Central and Eastern Europe sowie als Mitglied der Gruppenleitung der Bank Julius Baer & Co. Ltd.

Mit der Schweiz verbunden

Sir Hector (Sants) ist eine Grösse in der internationalen Finanzbranche, zumal er von 2007 bis 2012 der Financial Services Authority (FSA) als CEO diente, also der britischen Finanzaufsichtsbehörde. Der Brite ist allerdings auch mit der Schweiz verbunden, arbeitete er zuvor doch für die damalige Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB).

Nach seinem Abgang bei der FSA wechselte er zum britischen Finanzkonzern Barclays, wo er nicht einmal ein Jahr blieb, bis er im November 2013 den Vorsitz der Taskforce des Erzbischofs von Canterbury Justin Welby (im Bild links) übernahm, eine Institution, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ersparnissen, Krediten und Finanzberatung einsetzt. Darüber hinaus beriet er auch die Finanzbehörden von Abu Dhabi.

Grosse Ehre

Parallel zu seinem Engagement bei Julius Bär wird Sir Hector ab nächstem Monat auch noch Vice Chairman und Partner bei der Beratungsfirma Oliver Wyman.

Für Julius Bär sei es eine grosse Ehre, Sir Hector gewonnen zu haben, liess sich Gian A. Rossi am Dienstag vernehmen. Die Ernnenung unterstreiche auch das Engagment der Bank in Grossbritannien. 

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Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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