Karriere: Im mittleren Kader lauert die Todeszone

Wer als junger Finanzanalyst ganz nach oben will, braucht erstaunlich viel Sitzleder. Und Ellbogen aus Granit. Nicht alle schaffen das, wie eine Studie zeigt.

Karriere©Shutterstock

Zwei von drei Bankern bringen es zwar bis zum Director. Doch nur jeder dritte Director schafft es dann, in den begehrten (und hochbezahlten) Rang eines Managing Directors, kurz MD, aufzusteigen (siehe Grafik). Das jedenfalls besagt eine Umfrage, die das Online-Analysehaus Emolument unter mehr als 10'000 Bankangestellten in Grossbritannien durchgeführt hat.

GrafikKarriere2 500

Junge Analysten, die hoffnungsvoll eine Karriere im Banking starten, sehen sich in der Folge mit entmutigenden Wahrscheinlichkeiten konfrontiert. Gemäss Emolument stehen die Chancen, dass sie jemals die Kaderstufen zum MD erklimmen, 2:10.

Es braucht 14 Jahre Beharrlichkeit

Und gar nur jeder Hundertste Jungspund erhält die Chance, einmal in der Geschäftsleitung einer Bank zu sitzen und dort als Finanzchef oder gar als Partner zu wirken. Wobei die Aufsteiger bis dahin alles andere als jung sind.

Im Durchschnitt, so rechnet Emolument vor, braucht es 14 Jahre Beharrlichkeit, um die Visitenkarte mit dem MD-Kürzel zücken zu können (siehe Grafik unten).

GrafikKarriere1 500

Bärendienst am Banking

Mit ihren festgetretenen Karriere-Pfaden erweisen die Banken sich selbst wohl den grössten Bärendienst. Denn jüngere Generationen von Arbeitnehmern zeigen sich viel williger zum Job-Hopping, und angesichts der Strukturkrise im Banking suchen sie ihr Glück zunehmend anderswo.

Beliebt ist etwa der Wechsel zu Fintech-Firmen, wo flache Hierarchien vorherrschen und erst noch Aufbruchsstimmung herrscht – und woher neue Geschäftsmodelle kommen könnten, die sich fürs traditionelle Bankwesen als disruptiv erweisen.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
mehr

SELECTION

Selection

So sieht der Banker der Zukunft aus

Mit aller Macht versuchen die Banken, ihr Geschäft ins Zeitalter der Digitalisierung zu retten.

Selection

Selection

Wo sich ein MBA am meisten lohnt

Hier haben MBA-Absolventen ihre Studiengebühren am schnellsten wieder verdient.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

weitere News