So schrauben Investmentbanken ihre Rentabilität hoch

Die Eigenkapitalrenditen der Investmentbanken waren selten so tief wie heute. Eine Studie der Beratungsfirma EY nennt fünf Schritte, mit denen die Investmentbanken wieder erfolgreich werden. 

Die Zeiten mit Eigenkapitalrenditen von 20 Prozent sind bei den grossen Investmentbanken vorbei. Die meisten Häuser erwirtschaften heute noch knapp ihre Eigenkapitalkosten, wie eine aktuelle Studie der Beratungsfirma EY zeigt.

Bringen die Banken jedoch die Energie auf, ihre Geschäfts- und Betriebsmodelle anzupassen, sind sie wieder in der Lage, «nachhaltige Renditen von 12 bis 15 Prozent zu erreichen», wie die Autoren glauben. Der Weg dafür sei allerdings nicht einfach.

Wie man wieder zu 15 Prozent ROE kommt

Sinkende Rentabilität, strukturell höhere Kosten und mehr Wettbewerb stellen laut EY die grossen Investmenthäuser vor grosse Herausforderungen. Ein Erreichen von 15 Prozent Return on Equity (ROE) durch Kostensenkung und Umsatzwachstum allein sei praktisch unmöglich.

Banken müssen den Beratern zufolge ihre Kosten um rund 34 Prozent reduzieren oder die Erträge um 24 Prozent erhöhen. Eine andere Lösung: die Kosten um 15 Prozent senken und die Erträge gleichzeitig um 10 Prozent erhöhen. Dann liegen die 15 Prozent wieder drin, heisst es.

EY zeigt, wie es geht

Die Beratungsfirma EY schlägt auch gleich fünf radikale Änderungen vor. Diese sollten Investmentbanken in ihren Strategien verankern, um nachhaltige Eigenkapitalrenditen zu generieren:

  • Optimierung der risikogewichteten Aktiva (RWA) von 15 bis 20 Prozent. Und zwar durch Verbesserung von Daten, Modellen und regulatorischen Prozessen.
  • Reflektion von Entschädigungsmodellen und diese mehr an weiche kulturelle Themen anpassen.
  • Analyse von strategischen Geschäftsfeldern, um die Bedürfnisse der oberen 20 Prozent der Kunden abzudecken, die in der Regel 80 Prozent des Gewinns ausmachen.
  • 5 bis 10 Prozent der Personalkosten in Technologien investieren. Neben Beratungs- und Underwriting-Geschäfte sollte laut EY der grösste Teil der Kosten in Technologie fliessen.

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Die zehn gröbsten Fehler im Lebenslauf

Diese Fehler sollten Bewerber im Curriculum Vitae tunlichst vermeiden.

Selection

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News