Migros Bank: Negativzins geht ins Geld

Die Migros Bank ist nach den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gut unterwegs. Allerdings hat das seinen Preis. Die gestiegenen Kosten für die Bilanzabsicherung im Negativzins-Umfeld führten zu einem rückläufigen Geschäftsertrag.

Gegenüber der Vorjahresperiode sank der Geschäftsertrag um 3,7 Prozent auf 294 Millionen Franken, wie die Migros Bank am Freitag mitteilte. Verantwortlich dafür war der Rückgang des Zinserfolgs um 6,9 Prozent auf 224 Millionen Franken.

Darin würden sich die deutlich gestiegenen Kosten für die Bilanzabsicherung im Negativzinsumfeld widerspiegeln, schreibt die Bank. Erfreulich entwickelten sich dagegen der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft (43 Millionen Franken, +4,2 Prozent) sowie der Handelserfolg (22 Millionen Franken, +23,1 Prozent).

Energische Sparanstrengungen

Dem rückläufigen Geschäftsertrag begegnete die Migros Bank mit einer gemäss eigenen Angaben ebenso starken Senkung des Geschäftsaufwands. Dieser konnte um 3,6 Prozent auf 136 Millionen Franken verringert werden: Die Personalkosten sanken um 3 Prozent auf 86 Millionen Franken.

Zur Jahresmitte betrug der Mitarbeiterbestand 1'322 Vollzeitstellen (Ende 2014: 1'322); davon waren 72 Auszubildende. Der Sachaufwand verringerte sich mit 4,8 Prozent noch deutlicher als die Personalkosten und sank auf 50 Millionen Franken.

Mehr Vermögensverwaltungs-Mandate

Unter dem Strich fiel der Bruttogewinn mit 158 Millionen Franken um 3,7 Prozent unter das Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis stieg leicht um 1,8 Prozent auf 145 Millionen Franken. Auf Grund der Kostenanstrengungen verharrte die Cost/Income-Ratio auf dem Vorjahresniveau von 46,3 Prozent.

Eine deutliche Zunahme erfuhren die Vermögensverwaltungs-Mandate, wie die Migros Bank abschliessend schreibt. Deren Zahl erhöhte sich im ersten Halbjahr 2015 um 15,5 Prozent.

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