Bellevue Group erleidet Semesterverlust

Die schlechte Geschäftsentwicklung der Bank am Belleuve hat der Bellevue Group im ersten Halbjahr 2015 massiv zugesetzt. Unter dem Strich resultiert ein Verlust von mehr als 15 Millionen Franken.

Das Halbjahres-Resultat der Bellevue Group verdeutlicht die unterschiedliche Entwicklung der verschiedenen Sparten. Während sich das Asset Management im ersten Semester 2015 positiv entwickelte und seine Nettoerträge verdoppeln konnte, enttäuschte die Bank am Bellevue.

Die Kommissionserträge der Bank verringerten sich um 21 Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dem positiven operativen Ergebnis von 9,9 Millionen Franken (in der Vorjahresperiode 5,6 Millionen Franken) stand unter dem Strich ein Konzernverlust von 15,5 Millionen Franken gegenüber.

Neubeurteilung der künftigen Gewinne

Grund für das enttäuschende Semesterergebnis waren ausserordentliche Wertberichtigungen.

Wie bereits am 15. Juli 2015 kommuniziert, haben der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung angesichts der geringeren Geschäftsvolumina sowie der verminderten Ertragskraft im Brokerage der Bank am Bellevue die künftig zu erzielenden Gewinne neu beurteilt.

Die Einschätzungen wurden revidiert und entsprechende Wertberichtigungen und Abschreibungen in Höhe von 24,7 Millionen Franken auf den Bilanzpositionen «Goodwill» und «andere immaterielle Vermögenswerte» per Mitte Jahr vorgenommen.

Nächste Entwicklungsphase unter neuer Leitung

Die ausserordentlichen Wertberichtigungen führten zum erwähnten Konzernverlust in der Berichtsperiode.

Seit Mai 2015 zeichnet André Rüegg, CEO Bellevue Asset Management, interimistisch auch für die operative Leitung der Bellevue Group verantwortlich.

Er hat diese Funktion von Urs Baumann übernommen, der nach drei Jahren bei der Bellevue Group mit dem Verwaltungsrat übereinkam, dass die nächste Entwicklungsphase der Gruppe unter neuer Leitung erfolgen soll. Bis auf weiteres behält Rüegg diese Doppelfunktion.

Genügend Spielraum vorhanden

Nach dem erfolgreichen Umbau des Asset Managements gilt das Augenmerk der neuen Leitung nun der Verbesserung der Ertragslage der Bank, wie es am Montag weiter hiess. Dazu wird an den zwei Geschäftsbereichen Brokerage und Corporate Finance festgehalten.

Dank der überdurchschnittlichen Kapitalausstattung verfügt die Bellevue Group gemäss eigenen Angaben über den notwendigen unternehmerischen Spielraum, um sich bietende Opportunitäten für Akquisitionen oder Partnerschaften zu nutzen.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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