Sergio Ermotti wärmt das hartnäckigste UBS-Gerücht auf

Eigentlich galten die Spekulationen um den Verkauf der UBS-Vermögensverwaltung in Amerika längst als entkräftet. Nun nahm sie CEO Sergio Ermotti überraschend wieder auf.

Die Präsentation das Ergebnis der UBS im zweiten Quartal war ursprünglich auf morgen Dienstag angesetzt. Doch um «gewissen falschen und irreführenden Informationen» in der Sonntagspresse entgegenzutreten, zog die UBS die Ergebnisse um einen Tag vor, wie die Bank mitteilte. 

Was genau an den Informationen falsch beziehungsweise irreführend war, wollte UBS-CEO Sergio Ermotti (Bild) während einer Telefonkonferenz am Montag Vormittag dann aber nicht im Detail auführen. Man kommentiere keine Gerüchte, so die sinnige Antwort des UBS-Chefs auf eine Journalistenfrage.

Gormans Absage

Ein Gerücht hingegen brachte Ermotti selbst wieder ins Spiel, nachdem es eigentlich bereits längst als tot und begraben galt: Nämlich die Spekulationen um einen möglichen Verkauf des UBS-Wealth-Management-Arms in den USA. Diese hatten sich noch bis diesen Juni als ausserordentlich hartnäckig erwiesen.

So griff der Star-Korrespondent von Fox Business Network an der Wall Street, Charlie Gasparino, die Verkaufsspekulationen kürzlich wieder auf – nur um sie sogleich für tot zu erklären, wie auch finews.ch berichtete. Nach einer internen Diskussionen habe der Chef von Morgan Stanley, James Gorman, eine Übernahme des UBS-Wealth-Managements in den USA ausgeschlossen, berichtete Gasparino damals. Die UBS würde dafür wohl einen viel zu hohen Preis verlangen, so Gormans Erklärung.

In den Sarg gedrückt

Damit wären die Spekulationen bereits definitiv vom Tisch gewesen. Doch Ermotti genügt dies offenbar nicht. Er drückte die totgesagten Gerüchte am Montag noch tiefer in den Sarg, in dem er an der Telefonkonferenz ausdrücklich sagte: «Die Wealth Management Americas steht nicht zum Verkauf.»

Die von Chef Bob McCann Sparte warf im zweiten Quartal zwar einen Geschäftsertrag von rund 1,95 Milliarden Franken ab. Zugleich sind aber auch die Kosten auf gut 1,7 Millarden Franken gestiegen. Unter dem Strich resultierte ein Vorsteuergewinn von 231 Millionen Franken, leicht weniger im Vergleich zum Vorjahr.

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