CS-Anwältin wird TV-Serien-Star

Eine Top-Juristin der Credit Suisse wird vom Schweizer Fernsehen SRF porträtiert. Die Dreharbeiten in New York werden von der Bank ununterbrochen kontrolliert. Das Resultat: Eine boulevardeske Homestory.

Christina Gross©SRF

Als «Head of Public Disclosure» ist Christina Gross für die rechtlichen Aspekte jener Inhalte der Credit Suisse (CS) verantwortlich, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Somit arbeitet die Top-Juristin eng mit dem Management der Grossbank und auch mit dem Konzernchef (CEO) zusammen.

Oder auch anders ausgedrückt: Christina Gross hat mit einer Menge «sensitiver» Informationen zu tun – die CS-Bankerin ist eine Geheimnisträgerin. 

Abenteuer in New York

Für das Schweizer Fernsehen «SRF» Grund genug, die gebürtige Zürcherin und das frühere Model zu einem ihrer Stars der neuen Dokuserie «Abenteuer New York» zu machen. Dort lebt Gross mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter – und macht Karriere bei der CS. 

Ihr Motivation, in der Dokuserie mitzumachen, beschreibt Gross in einem Interview mit dem Medienportal «persoenlich.ch» so: «Ich glaube, dass es zu wenig Vorbilder und Inspirationsmöglichkeiten für junge Frauen gibt, die Karriere machen wollen. Vielleicht kann meine Geschichte einen Weg aufzeigen, wie man Karriere machen und diese auch mit einer Familie vereinbaren kann.»

Ausserdem, so Gross weiter, erhielten ihr Mann, sie und ihre Tochter durch den Film eine schöne Erinnerung.

Sensitive Bildschirminhalte

Ganz einfach waren die rund sechs Tage dauernden Dreharbeiten aber nicht. Sie habe unzählige Fragen gestellt bekommen, so Gross, darunter «teilweise nicht ganz einfache», so Gross. Ein Vertreter der CS-Pressestelle war auch pausenlos zugegen.

«Weil wir aber auch an meinem Arbeitsplatz und im Gebäude der Credit Suisse gefilmt haben, mussten wir sicherstellen, dass zum Beispiel nicht versehentlich vertrauliche Informationen gefilmt wurden – wie sensitive Bildschirminhalte,» erklärt Gross, die seit rund zehn Jahren bei der CS in New York arbeitet.

Sie habe dabei oft Kontakt mit dem vormaligen CEO Brady Dougan gehabt, und auch den neuen Chef Tidjane Thiam hat sie bereits persönlich kennengelernt.

Boulevardesk, aber kein Reality-TV

Banking steht allerdings nicht im Vordergrund der SRF-Serie. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Homestory über Christina Gross und ihr Leben zwischen Familie und Karriere, mit «einigen ziemlich boulevardesken Elementen», wie das Medienportal «persoenlich.ch» feststellt.

Für die Credit Suisse, die den Film schliesslich autorisierte, ist das offenbar kein Problem. Und Gross sagt dazu: «Bei einem Reality-TV-Format hätte ich nicht mitgemacht. Doch weil die Anfrage von «SRF» und «Spiegel TV» kam, wusste ich, dass dies eine qualitativ hochstehende Produktion werden würde.»

Erste Folge: Die Taufe

Davon kann man sich am (heutigen) Freitagabend überzeugen, wenn die erste Folge der Serie mit der Top-Juristin der CS gezeigt wird. Thema der ersten Folge laut Pressetext: «Alles dreht sich bei Christina um die bevorstehende Taufe von Tochter Lena. Aber wo bekommt man in der Millionenmetropole die richtige Torte? Taufkleid und Schuhe fehlen auch noch. Gar nicht so einfach. Doch die argentinische Patentante Susanna hat die Lösung.»

Der Trailer zur neuen Dok-Serie über Schweizer Expats im «Big Apple»:

 

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