Barclays: Ärger mit Flip-Flops

Beim britischen Finanzkonzern Barclays reiben sich zwei Kulturen aneinander. Dabei geht es auch um Flip-Flops und legere Kleidung. Jetzt musste der oberste Chef ein Machtwort sprechen.

Die Wohlfühl-Atmosphäre beim britischen Finanzkonzern Barclays hat durchaus seine Grenzen, wie sich dieser Tage zeigt. Durften die Mitarbeiter der Kreditkarten-Sparte Barclayscard bislang ziemlich locker zur Arbeit erscheinen, so gehört dies ab sofort der Vergangenheit an – zumindest am Hauptsitz der Bank in der Londoner Canary Wharf.

Schluss also mit Flip-Flops, Jeans, T-Shirts und Jogging-Hosen am Arbeitsplatz. Das ist die Direktive von Verwaltungsratspräsident John McFarlane (Bild), der im vergangenen Monat den bisherigen CEO Antony Jenkins in die Wüste schickte, und seither selber die Zügel in die Hand genommen hat.

Keine Blösse vor den Kunden

An sich arbeiten die Beschäftigten von Barclayscard in Northampton. Aber ein Teil der Leute belegt auch mehrere Etagen am Firmenhauptsitz am One Churchill Place in den Londoner Docklands, und diese Mitarbeiter durften bislang ziemlich leger zur Arbeit erscheinen, weil bei Barclayscard eine Startup-Atmosphäre dominiert, wie die britische Tageszeitung «The Telegraph» berichtet.

Doch weil es sich dabei um den Firmen-Hauptsitz handelt und dort eben auch hochrangige Gäste und Kunden ein und aus gehen, hat nun McFarlane in einem internen Memo präzisiert, dass sich auch die Mitarbeiter von Barclayscard fortan an die in der Bankbranche üblichen Kleidungsvorschriften zu halten hätten. Immerhin bleibt konzernweit der Casual Friday erhalten, doch auch da hat McFarlane angemahnt, auf Flip-Flops tunlichst zu verzichten.

Unternehmerischer Geist

Ansonsten scheint sich der neue exekutive Chairman McFarlane gut in seiner operativen Rolle eingelebt zu haben. Er zeigte sich nach einem Monat im Amt enorm zufrieden mit der «Energie, der (Firmen-)Kultur und dem unternehmerischen Geist» in der Bank, und plane keine weiteren Veränderungen im Arbeitsumfeld der Beschäftigten, wie er abschliessend ausrichten liess.

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