Fintech: SIX steigt mit Inkubator F10 ins Rennen

Das neue Fintech-Innovationszentrum F10 der SIX öffnet innert Wochenfrist offiziell seine Tore. Doch die Börsenbetreiberin hat noch einige Eisen mehr im Feuer.

Der erste Fintech-Inkubator der Deutschschweiz ist Startbereit: Wie die Börsenbetreiberin SIX am Donnerstag mitteilte, öffnet sie kommende Woche offiziell ihr Innovationszentrum F10 im Zürcher West-Quartier.

Laut SIX wächst an der Förrlibuckstrasse 10 – von daher das Kürzel – ein komplettes Innovations-Ökosystem mit Personal, Know-how, Infrastruktur und der nötigen Vernetzung heran. Damit sollen die Fintech-Szene in der Schweiz vorangetreiben werden – und natürlich auch neue Technologien für die SIX.

IT-Spezialisten, Programmierer, aber auch Betriebswirtschafter spüren dazu den nächsten Technologietrends nach und arbeiten an Projekten und Prototypen für alle vier Geschäftsbereiche der SIX-Gruppe, wie es weiter heisst.

Auf allen Hochzeiten

F10 ist die eigene, aber beileibe nicht die einzige Fintech-Initiative, welche die Börsenbetreiberin verfolgt. Wie finews.ch kürzlich berichtete, ist die SIX sowohl in der Arbeitsgruppe des «Swiss Fintech Innovation Lab» vertreten, ist Mitglied des Gründungsgremiums der Initiative «Digital Zurich 2025» – und ging letzten Mai eine Partnerschaft mit dem Zürcher Innovationslabor Impact Hub ein.

Das entspricht ganz dem Selbstverständnis des Finanzinfrastruktur-Unternehmens. Die SIX wolle eine führende Rolle in der Digitalisierung im Finanzwesen einnehmen und Zürich global auf die FinTech-Landkarte bringen, wie es in der Mitteilung heisst. Und SIX-Group-Chef Urs Rüegsegger betont: «SIX als neutrale Finanzdienstleisterin mit ihrem enormen Fach- und IT-Know-how ist prädestiniert, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen.»

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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