Ende der Freiheiten im Private Banking

Bisher vermieden es viele Privatbanken, ihre Kunden zu segmentieren und damit ihren Beratern in  klare Vorgaben zu machen. Damit ist zusehends Schluss.

Bis vor kurzem tobte der «War for talents» in voller Blüte. Kundenberater, so genannte Relationship Manager, wurden von allen Seiten umworben, vor allem wenn sie grössere Portefeuilles betreuten.

 

Viele Privatbanken offerierten den wechselwilligen Beratern gar einen Prozentsatz der Erträge auf denjenigen Vermögenswerten, die sie bei einem Wechsel mitbringen respektive akquirieren würden, egal welcher Provenienz diese die Kunden waren.

Paradigmenwechsel für die Kundenberater

Oder anders gesagt: Die meisten Berater genossen sämtliche Freiheiten, Kunden jeglicher Grösse und aus aller Herren Länder zu betreuen oder anzugehen, egal auch, wo sie organisatorisch angesiedelt waren.

Doch im Zug des immer grösseren Drucks auf die grenzüberschreitende Vermögensverwaltung, also auf das Offshore-Banking, und der gestiegenen rechtlichen Risiken wird mittlerweile viel genauer darauf geachtet, welcher Art die betreuten Kunden sind. Und die Maximen sind klar: Vorzugsweise sollten die Kundengelder versteuert sein oder dann aus Staaten stammen, die keine Beschränkungen des Kapitalverkehrs kennen, wie beispielsweise viele Länder im Nahen Osten.

Gezwungen, Kunden abzugeben

Zusätzlich haben viele Banken damit begonnen, stärker geographisch zu segmentieren und klare Vorgaben erlassen, welche Berater in welche Länder reisen dürfen.

Vermehrt kommt es nun auch vor, dass Berater gezwungen werden, langjährige Kunden abzugeben. Dies mit dem Ziel, die Risiken pro Land zu bündeln und besser zu überblicken – ein Vorhaben, das zweifellos vorausschauend ist, aber unter den Kundenberatern auch für böses Blut sorgt.

Während bei den Grossbanken die Strukturen nach Kundensegmenten und -domizilen mehrheitlich schon umgesetzt sind, gehen nun viele Privatbanken ähnliche Wege. So soll es etwa bei der Julius-Bär-Gruppe ein Projekt geben, das sich mit länderorientierten Strategien befasst. Und selbst kleinere Institute wie die Zürcher Privatbank Maerki Baumann sind dabei, ihre US-Kunden loszuwerden.

 

 

 

 

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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