Credit Suisse im Pokerspiel um das Einfallstor zur Londoner City

Tausende von Bankern fliegen täglich über den London City Airport in die britischen Finanzmetropole. Nun steht der Flughafen zum Verkauf – und die Credit Suisse übernimmt dabei eine entscheidende Rolle.

London_City_Airport©Shutterstock

Die meisten Swiss Banker kennen ihn wohl wie ihre Westentasche: den London City Airport (Bild) in den Docklands der Themsestadt.

Denn gleich nebenan stehen die gigantischen Glastürme der Canary Wharf, wo neben den amerikanischen und britischen Finanzhäusern auch die Credit Suisse (CS) angesiedelt ist. Aber selbst für den etwas weiteren Weg in die Innenstadt, zur Liverpool Station etwa, wo die UBS unweit ihre Büros hat, ist der London City Airport der ideale Luftverkehrs-Punkt. 

Verkauf noch in diesem Jahr?

Umso aufmerksamer dürfte die Bankergilde derzeit die Vorgänge rund um den Airport verfolgen. Denn: Der mitten in die alten Seefracht-Docks gebaute Flughafen steht zum Verkauf – laut der Nachrichtenagentur «Reuters» könnte der Deal gar noch dieses Jahr über die Bühne gehen.

Und «Reuters» will nun auch wissen, wer die geplante Transaktion auf der Seite der Verkäufern begleiten darf. Anonymen Quellen zufolge handelt es sich dabei um niemanden anderes als die CS-Investmentbank, die jahrein jahraus selber Hunderte von Mitarbeitern durch den Flughafen schickt.

Ziemlich alte Bekannte

Die CS wollte dieses Engagement gegenüber der Agentur nicht bestätigen. Allerdings liegt es nahe, dass die Schweizer Grossbank beim Deal hinzugezogen wird. Denn der London City Airport gehört zu 75 Prozent der amerikanischen Finanzinvestorin Global Infrastructure Partners (GIP), die einst aus einem Joint-Venture zwischen der CS und dem US-Industrie-Giganten General Electric (GE) hervorging.

GIP hatte die Anteile am Flughafen 2006 erworben; letztes Jahr fertigte der London City Airport 3,6 Millionen Passagiere ab und konnte die Ertragskraft erneut steigern. Bis 2023 soll das Passagiervolumen auf 6 Millionen steigen. Allerdings werden die dazu nötige Ausbauten derzeit von Lärmgegnern blockiert.

Die Spreu vom Weizen trennen

Zu den möglichen Käufern könnten andere Finanzinvestoren oder Flughafenbetreiber zählen. Die Aufgabe der CS wird es nun sein, die Spreu vom Weizen trennen – und ein möglichst gutes Angebot herauszuschlagen.

So oder so gelänge der CS-Investmentbank mit dem Verkaufs-Mandat ein weiterer Achtungserfolg innerhalb kürzester Zeit. Wie auch finews.ch berichtet, begleitet die Schweizer Bank die bislang grösste Übernahme des Börsen-Gurus Warren Buffett.

Die Schweizer Grossbank zeigt damit – trotz notorischer Redimensionsierungsgerüchte –, dass sie das einzige europäische Haus ist, das mit den US-Investmentbanken mithalten kann.

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