Aargauische Kantonalbank jubelt und schweigt

Dank Ertragssteigerungen in fast allen Bereichen und substanziellen Kostensenkungen hat die Aargauische Kantonalbank ein Glanzresultat im ersten Semester 2015 erzielt. Die wichtigste Personalie bleibt indessen ungelöst.

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres den Halbjahresgewinn um 50 Prozent auf gut 85 Millionen Franken gesteigert, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

Mit einem solchen Gewinnsprung hat wohl selbst AKB-CEO Rudolf Dellenbach (Bild) nicht gerechnet. In der Medienmitteilung lässt er ausrichten: «Wir sind mehr als zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2015.»

Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler der Bank, kletterte innert Jahresfrist um 4,8 Prozent auf rund 132 Millionen Franken. Das Handelsgeschäft konnte um knapp 50 Prozent auf 25,8 Millionen Franken gesteigert werden. Im Reingewinn enthalten ist überdies der Erlös von 17 Millionen Franken aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung.

Kosten gesenkt

Die Bank hat zudem kräftig an der Kostenschraube gedreht. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis reduzierte sich laut Angaben der Bank auf tiefe 42,5 Prozent – von 44,7 Prozent im Vorjahr.

Zuversichtlich gibt sich die Bank auch im Hinblick auf das Gesamtjahr 2015. Sofern sich das Wirtschaftsumfeld nicht dramatisch eintrübe, erwarte er ein sehr gutes Geschäftsergebnis, sagte Dellenbach.

Wann kommt ein neuer CEO?

Mit keinem Wort äusserte sich die Bank hingegen zu ihrer mittlerweile grössten Baustelle: der Suche nach einem CEO-Ersatz für Dellenbach. Dieser wollte eigentlich schon Anfang 2015 abtreten, hängte aber noch ein Jahr dran, als die Finma gegen seinen vorgesehenen Nachfolger Andreas Waespi ein Berufsverbot verhängte, wie auch finews.ch berichtete.

Erschwerend kommt der Lohndeckel von 600'000 Franken pro Jahr für die Topkader der AKB hinzu. Diese Begrenzung soll im Gesetz festgeschrieben werden.

Offenbar hat die AKB bis jetzt niemanden gefunden, der den CEO-Posten für dieses Salär übernehmen will.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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