Pictet: Franken-Schock belastet Kundenvermögen

Die Privatbank Pictet hat am Freitag – wie ihre Lokalkonkurrentin Lombard Odier – die Semesterzahlen 2015 publiziert. Parallelen gibt es noch einige andere bei den beiden Häusern aus der Rhonestadt.

Wie Lombard Odier musste auch Pictet in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres einen Rückgang der verwalteten und verwarten Vermögen vergegenwärtigen. Per Mitte 2015 beliefen sich die Depots auf 420 Milliarden Franken, wie das Institut am Freitag mitteilte. Ende 2014 waren es noch 435 Milliarden Franken gewesen.

Der Rückgang ist – wie bei der Konkurrenz – vor allem auf das Ende der Euro-Untergrenze im vergangenen Januar sowie auf die Negativzinsen zurückzuführen. Trotzdem gibt man sich bei Pictet zuversichtlich, denn: Es gab «erfreuliche Zuflüsse» an Neugeld, wie es in der Pressemitteilung weiter heisst.

Höhere Erträge – mehr Gewinn

Und Jacques de Saussure, Senior-Teilhaber, ergänzt: «Trotz der Aufwertung des Schweizer Franken in der ersten Jahreshälfte 2015 trugen alle Geschäftskategorien zur Steigerung der Erträge und Gewinne gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 bei.»

Im ersten Halbjahr erzielte Pictet einen Betriebsertrag von 1,047 Milliarden Franken, was 7 Prozent mehr ist als in der Vorjahresperiode. Der Geschäftserfolg betrug 285 Millionen Franken (+15 Prozent), und der Gewinn nahm um 11 Prozent auf 226 Millionen Franken zu.

Die solideste Form der Kapitalausstattung

Die Kernkapitalquote (Tier 1) betrug 25,1 Prozent (auf Basis des Kernkapitals von 2,4 Milliarden Franken; laut Pictet der solidesten Form der Kapitalausstattung.

Nach dem internationalen Regelwerk Basel III muss eine Bank mindestens 4,5 Prozent Eigenmittel als Kernkapital (Tier 1) halten. Die für Pictet zuständige Aufsichtsbehörde Finma verlangt eine Kernkapitalquote (Tier 1) von 7,8 Prozent.

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