Finma: Druck auf systemrelevante Banken

Besserer Kundenschutz, weniger Komplexität, straffere Regulierung: Die Finma hat ihre strategischen Ziele für die nächsten drei Jahre festgelegt.

Der Bundesrat hat die strategischen Ziele der Regulierungsbehörde Finma bis 2012 genehmigt. Konkret werden die folgenden Ziele angestrebt:

• Reduktion der systemischen Risiken und Komplexitäten
• Verbesserung des Kundenschutzes
• Straffung und Optimierung der Regulierung
• Steigerung von Effektivität und Effizienz in der Aufsicht
• Griffige Marktaufsicht und eines wirkungsvolles Enforcement
• Positionierung für internationale Stabilität und enge Vernetzung der Märkte
• Stärkung der Finma als Behörde

Diese sieben Themenbereiche bilden die Basis von konkreten Initiativen und Projekten, die innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden sollen.

Die Umsetzung soll dann im Dialog mit den wesentlichen Interessengruppen erfolgen. «Allen strategischen Zielen gemeinsam ist das Bestreben, den Kundenschutz zu verbessern», schreibt die Finma.

Strengere Behandlung «bewusst nicht auszuschliessen»

Konkret stellt die Behörde in ihrem Strategiepapier fest, dass sie die internationalen Bestrebungen im Bereich Clearing und Settlement von OTC-Produkten unterstützt. Ferner müssten systemrelevante Institute «zur Stärkung ihrer Krisenresistenz und zur präventiven Begrenzung ihrer Risiken erhöhte prudentielle Anforderungen erfüllen, insbesondere bezüglich Governance, Risikomanagement und -kontrolle (einschliesslich Vergütungspolitik), Organisation, Eigenmittel, Liquidität und Offenlegung».

Eine Verankerung dieses Grundsatzes auf Gesetzesstufe sei allenfalls zu prüfen. «Eine strengere Behandlung gegenüber nicht systemrelevanten inländischen Marktteilnehmern und auch im internationalen Wettbewerb ist dabei bewusst nicht auszuschliessen», droht die Finma gegenüber UBS und CS.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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