Partners Group muss einen Dämpfer hinnehmen

Die Neugeld-Akquisition läuft beim Zuger Vermögensverwalter Partners Group wie geschmiert. Trotzdem konnte er im letzten Semester nicht an allen Fronten glänzen.

Partners Group scheint auch im Jahr 2015 nicht zu stoppen. Bereits im vergangenen Juli teilte der auf alternative Anlagen spezialisierte und weltweit tätige Vermögensverwalter mit, dass er bis Ende Jahr die Bandbreite für Brutto-Neugeldzusagen um 1 Milliarde Euro auf 6 bis 8 Milliarden Euro erhöhe.

In der ersten Jahreshälfte konnten die Brutto-Neugelder um 3,8 Milliarden Euro gesteigert werden; bis Ende letzten Juni verwaltete Partners Group damit gut 42 Milliarden Euro.

Die Last des starken Franken

Wie das Finanzunternehmen mit Sitz in Baar ZG nun am Dienstag mitteilte, schlug sich der Anstieg der verwalteten Vermögen im ersten Semester nicht unmittelbar in höheren Management-Gebühren nieder. Diese fielen gar tiefer aus als in der Vorjahresperiode.

Dafür machte Partners Group sowohl die Frankenstärke wie auch die Lancierung zahlreicher neuer Investitionsprogramme verantwortlich.

Trotz höherer Performance-Gebühren blieben die Gesamteinnahmen mit 287 Millionen Franken damit exakt auf Vorjahresniveau. Ärgerlich für die Zuger ist, dass damit auch die bei Analysten viel beachtete Ebitda-Marge sank. Diese bildete sich von 62 Prozent im Vorjahr auf 58 Prozent zurück.

Hingegen stieg der adjustierte Nettogewinn um satte 26 Prozent auf 214 Millionen Franken – laut Partners Group ein Rekord.

Auf Wachstums-Kurs

Partners Group bleibt damit weiter im Wachstums-Modus, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Mit nun 780 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen weltweit konnte es im letzten Semester eine Gesamtsumme von 4,5 Milliarden Dollar in Privatmarktanlagen investieren.

Wie es weiter hiess, hat der Ausbau der Investment-Teams und Wertschöpfungsaktivitäten weiterhin Priorität, um «selektiv in Opportunitäten zu investieren und attraktive Renditen zu erzielen».

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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