US-Steuerstreit: Zwei weitere Banken tun Busse

Rund 1,6 Millionen respektive fast 10 Millionen Dollar überweisen zwei Schweizer Finanzinstitute der US-Steuerbehörde. Doch für eine der beiden Banken ist die Sache noch nicht ausgestanden.

Die St.Galler Kantonalbank (SGKB) hat sich im Steuerstreit mit dem US-Justizministerium (DoJ) geeinigt. Das Staatsinstitut muss eine Busse in Höhe von 9,5 Millionen Dollar bezahlen, wie die US-Justizbehörde am Donnerstag mitteilte.

Die Kantonalbank unterhielt in der relevanten Zeit ab August 2008 insgesamt 626 Konten mit US-Bezug, wie es weiter hiess. Sie habe Vermögen in der Höhe von rund 303 Millionen Dollar verwaltet.

SGKB-Tochter noch in Verhandlungen

In einer separaten Mitteilung informierte die SGKB, dass das US-Geschäft nie «im geschäftspolitischen Fokus» gestanden habe, und es seien auch nie finanzielle Anreize für die Mitarbeiter zur Gewinnung unversteuerter US-Gelder gesetzt worden.

Ganz aus dem Schneider ist die Bank allerdings noch nicht. Ausstehend seien noch die Einigungen mit den ehemaligen Tochtergesellschaften Hyposwiss Zürich und Genf. Diese führten jede für sich unabhängige Verhandlungen mit dem DoJ, so die SGKB.

Bisher erzielten 36 Banken eine Einigung

Gleichzeitig hat auch E. Gutzwiller & Cie, Banquiers, zu einer Lösung im Rahmen des Bankenprogramms mit den USA gefunden. Das in Basel ansässige Traditionshaus muss laut DoJ eine Busse von 1,6 Millionen Dollar.

Seit dem 1. August verwaltete die Privatbank 128 Konten mit US-Bezug - mit einem Wert von gegen 271 Millionen Dollar.

Das US-Justizministerium hatte seit Jahren gegen Schweizer Banken ermittelt und zur Beilegung des Steuerstreits 2013 ein Selbstanzeigeprogramm angeboten. Exakt 36 Banken haben unterdessen eine Einigung mit den US-Behörden erzielt.

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