Was die Schweizer Grossbank UBS in Asien auch noch macht

Wenn von der UBS in Asien die Rede ist, dann geht es meist um Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden. Doch die Schweizer Grossbank bietet in dieser Region noch anderes.

Es ist tatsächlich noch wenig bekannt, dass die grösste Vermögensverwalterin der Welt auch Dienstleistungen für kleinere und mittelgrosse Schweizer Unternehmen (KMU), wie auch für Schweizer Konzerne im Ausland zur Verfügung stellt.

Roger Bieri 160Das macht sie zwar nicht überall, aber seit geraumer Zeit in Deutschland, in den USA sowie seit etwas mehr als zwei Jahren auch in Asien, namentlich in den Wirtschafts- Finanzzentren Singapur und Hongkong, wie der dafür zuständige UBS-Manager und Head Corporate & Institutional Clients APAC, Roger Bieri (Bild links), im Gespräch mit finews.ch präzisiert.

Skalierte Service-Palette

Die Initiative dafür geht auf Christine Novakovic zurück, die 2011 zur UBS stiess und dort zunächst den Bereich Corporate & Institutional Clients (CIC) leitete. Im April 2014 übernahm sie zudem die Verantwortung für den Bereich Corporate Clients Schweiz sowie für die Investmentbank in der Schweiz, wie auch finews.ch berichtete. Vor diesem Hintergrund ging es Novakovic darum, die in der Schweiz angebotene Service-Palette für Firmenkunden (im Ausland) sozusagen zu skalieren.

Dabei offeriert die UBS eine Reihe an Dienstleistungen, die Schweizer KMU in Ausland sonst kaum ohne grossen administrativen Aufwand erhalten würden. Profitieren können vor allem Unternehmenskunden, die bereits in der Schweiz mit der UBS geschäften, wie Bieri präzisiert, der selber in Singapur stationiert ist und eng mit seinen Abteilungskollegen in Hongkong und in der Schweiz zusammenarbeitet.

Auch Flugzeug-Finanzierungen

Das ist insofern bemerkenswert, als dass die UBS eigentlich kein Firmenkundengeschäft im Ausland betreibt – mit Ausnahme dieser Nische in den erwähnten Zielmärkten, wo sie allerdings nicht primär nur Schweizer Grosskonzerne anpeilt, sondern eben auch KMU. «Hier können wir als Schweizer Bank einen Unterschied machen», sagt Bieri, «zumal wir auch die Sprache unserer Kunden sprechen und die Klientel persönlich bedienen und beraten können, die einen solchen Zugang im Ausland sonst nur erschwert erhält.

Für Niederlassungen und Tochtergesellschaften von Schweizer Unternehmen in Singapur oder Hongkong offeriert die UBS diverse lokale Dienstleistungen, etwa Cash-Management über lokale Bankkonti und für den Zahlungsverkehr, aber auch Devisentransaktionen, Handelsfinanzierungen sowie weitere Finanzierungslösungen. Zudem steht den Kunden bei Bedarf auch die übrige Dienstleistungspalette der UBS in Asien, wie Investmentbanking, Wealth Management (inklusive Flugzeug-Finanzierungen) und Asset Management, zur Verfügung.

Ziel: 20 Prozent Marktanteil

Im Windschatten des riesigen Vermögensverwaltungsgeschäfts (Wealth Management) erschliesst die Bank mit ihrer langen Präsenz in Asien so einen kleinen, aber vielversprechenden Geschäftsbereich. Angesichts der langfristigen Wachstumsraten in Fernost, namentlich in China, sowie auf Grund der heutigen technologischen Möglichkeiten dürfte dieser Bereich vermutlich noch markant an Gewicht gewinnen.

Bis Ende 2015 peilt Bieri einen Marktanteil von 20 Prozent an, bezüglich der Abdeckung der Unternehmenskunden in der Region. Das Kundenpotenzial liege bei mehr als 500 Kunden in Singapur und Hongkong zusammen, verrät er finews.ch.

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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