Steuerstreit: Indischer Türöffner

Die Schweiz leistet im Fall eines prominenten Ehepaars Amtshilfe nach Indien. Das könnte weitreichende Folgen haben.

Während Hervé Falcianis Prozess in Bellinzona auf sich warten lässt, entfalten die von ihm bei der HSBC Privatbank in Genf entwendeten Daten weiter ihre Wirkung. So leistet die Schweiz den indischen Behörden Steueramtshilfe im Fall eines prominenten Ehepaars, das Schwarzgeld bei der HSBC lagern hatte. Das berichtete die Agentur «AWP» mit Verweis auf eine Mitteilung der Eidgenössischen Steuerverwaltung.

Beim in Indien prominenten Paar handelt es sich demnach um Subhash Vasant Sathe, einem Industriellen und Sohn eines Ministers, sowie dessen Ehefrau Indrani Vasant Sathe. In Indien hatte Fall bereits für Schlagzeilen gesorgt, nachdem Frankreich den dortigen Steuerfahndern Daten aus den so genannten «Falciani-Listen» hatte zukommen lassen.

Vorstoss des Bundesrats

Dass die Schweiz den Indern nun Amtshilfe leistet, ist indes dem Finanzskandal «Swiss Leaks» geschuldet. Denn dieser hatte den Fall der Sathes öffentlich gemacht – und gestützt darauf reichten die indischen Behörden erst ihre Gesuch an die Schweiz ein.

Denn diese leistet auf Basis von gestohlenen Bankdaten in der Regel keine Steueramtshilfe – trotz Drängen des Bundesrats auf eine Lockerung. Vor kurzem startete die Landesregierung einen neuen Versuch: Die Schweiz soll demnach Amtshilfe auch auf Basis gestohlener Daten leisten, wenn diese auf öffentlich zugänglichen Quellen entnommen wurden.

Obwohl dazu noch kein Beschluss gefallen ist, hat sich nun die Steuerverwaltung im Fall des Ehepaars Sathe für die Amtshilfe entschieden. Nun muss sich weisen, ob aus dem Einzelfall nun ein «Türöffner» für weitere Verfahren im Steuerstreit mit dem Ausland werden könnten. Das Swiss Banking jedenfalls wird ganz genau hinsehen.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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