UBS steigt bei Symphony ein

Die Liste der Investoren des kalifornischen Kommunikations-Startup Symphony liest sich wie ein Who-is-Who der Finanzbranche. Dabei sind zum Beispiel Merrill Lynch, Blackrock, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, J. P. Morgan oder Morgan Stanley.

Nun konnte Symphony mit der UBS einen weiteren Investor an Bord holen, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.

Mit dabei sind unter anderem auch die beiden französischen Investment-Banken Société Générale und Natixis sowie Google. Mit dem Internetgiganten ist nun erstmals auch ein Investor ausserhalb der Finanzbranche dabei.

Disruptor mit Potenzial

Zusammen überweisen die neu dazugestossenen Investoren Symphony 100 Millionen Dollar. Symphonys Fremdfinanzierung wächst damit auf mehr als 165 Millionen Dollar an und die Firmenbewertung dem Vernehmen nach auf 650 Millionen Dollar.

Laut Chris Murphy hat die Kommunikationsplattform das Potenzial die Branche neu aufzumischen, wird der Co-Leiter FX, Rates und Credit bei der UBS in der Mitteilung zitiert.

Die UBS und die anderen Investoren wollen mit ihrem Engagement in Symphony die Abhängigkeit vom Branchenprimus Bloomberg verringern, wie auch finews.ch berichtet hat. Denn das Vertrauen in Bloomberg ist beschädigt, seit im Mai 2013 bekannt geworden war, dass sich Bloomberg-Reporter in die Chats von Kunden eingehackt hatten, um an exklusive Informationen zu gelangen. 

Kooperation mit Reuters

Dass es sich bei Symphony um einen ernstzunehmenden Player handelt, anerkannte jüngst auch die Agentur Thomson Reuters, die selbst ein Kommunikations- und Datensystem für Banken betreibt. Thomson Reuters ging jüngst mit dem Startup eine Kooperation ein.

Die Kommunikationsplattform von Symphony verwendet komplexe Verschlüsselungs-Technologie, um Kommunikation abzusichern. Zielgruppe sind primär Finanzdienstleister, die hohen Compliance- und regulatorischen Auflagen unterliegen.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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