GAM muss Federn lassen

Der Vermögensverwalter GAM hatte im abgelaufenen Quartal mit einem Rückgang der verwalteten Gelder zu kämpfen. Ein Grund dafür ist offenbar der Verlust eines grossen Mandats.

Die Aufbruchstimmung beim Schweizer Vermögensverwalter GAM hat einen Dämpfer erlitten – wenigstens vorläufig. Wie das Unternehmen nämlich am Dienstag mitteilte, sanken die verwalteten die Vermögen in der Vorzeigesparte Investment Management im letzten Quartal auf 72,4 Milliarden Franken. Das entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent zum vorangegangenen Jahresviertel.

Nettozuflüsse und positive Wechselkursbewegungen konnten negative Auswirkungen seitens der Börsen nicht ausgleichen, erklärte der Vermögensverwalter.

Getrübte Stimmung

Laut CEO Alexander Friedman (Bild) kommt die Entwicklung wenig überraschend. «Die Märkte im dritten Quartal reagierten negativ auf Befürchtungen eines Abschwungs in China sowie in anderen Industrie- und Schwellenländern.» Das habe die Stimmung der Anleger getrübt. Friedman erwartet nun, dass dies aufgrund der anhaltenden Marktvolatilität in den kommenden Monaten auch so bleiben wird.

Laut GAM könnte der Druck auf die Märkte bis ins Jahr 2016 hinein anhalten.

Grosses Mandat verloren

Die Sparte Private Labelling, die auf Fondslösungen für Drittanbieter spezialisiert ist und durchschnittlich 7 Prozent der jährlichen Erträge der Gruppe beisteuert, konnte dem Trend ebenfalls nicht entfliehen. Dort fielen die verwalteten Vermögen seit Ende Juni um 3,6 Milliarden auf 47,1 Milliarden Franken.

Die Abnahme sei auf den Verlust eines Mandats zurückzuführen, so GAM. Die damit verbundenen Abflüsse im dritten Quartal und in den kommenden Monaten werden aber keine materielle Auswirkung auf die Erträge der Gruppe haben, hiess es weiter.

Übernahme abgeschlossen

Im Oktober abgeschlossen wurde die letzten August bekannt gegebene Akquisition des Immobilienfinanzierungsgeschäfts des britischen Vermögensverwalters Renshaw Bay. Das übernommene Geschäft wird im vierten Quartal 0,5 Milliarden Franken an verwalteten Vermögen und weitere 0,7 Milliarden Franken an zugesichertem aber noch nicht investiertem Kapital bei.

Nach Plan voran kommt Chef Friedman jedoch mit dem grossangelegten Umbau des Unternehmens. Das Projekt zur Einführung eines neuen Betriebsmodells, das mit den Halbjahresergebnissen im August 2015 bekannt gegeben wurde, schreite voran, verkündete der Vermögensverwalter. Die damit verbundene Reorganisation wird per 2017 die strukturellen Kosten im Vergleich zu 2014 jährlich um über 5 Prozent senken, verspricht GAM. Die gesamten Restrukturierungskosten sollen in diesem Jahr nicht über 13 Millionen Franken zu liegen kommen.

Neuer Markenauftritt

Mitte November wird GAM einen neuen Markenauftritt lancieren. Damit will das Unternehmen sein externes Profil stärken, hiess es weiter.

CEO Friedman: «2015 ist für GAM ein Jahr der Umbrüche und Veränderungen. Ich bin zuversichtlich, dass die Investitionen in unser Geschäft unser Unternehmen für attraktives künftiges Wachstum positionieren werden – trotz der ungüngstigen Marktbedingungen.»

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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