CS mit überraschendem Neugeldzufluss

Während im dritten Quartal die Investmentbank der Credit Suisse enttäuschte, überraschte das Private Banking mit einem starken Nettoneugeldzufluss. Insgesamt fiel das Zahlenset aber ernüchternd aus. Die Bank äusserte sich auch zur künftigen Dividendenpolitik.

Netto konnte die Private-Banking-Division Neugelder von 16,4 Milliarden Franken verbuchen, wie die Credit Suisse (CS) am Mittwoch mitteilte. Die Zuflüsse seien über alle Regionen hinweg erfreulich gewesen, hiess es weiter.

Dies ist deutlich mehr als der Markt erwartet hatte. Im Schnitt rechneten die Analysten mit 5,7 Milliarden Franken. Man habe «gute Fortschritte» und über alle Regionen hinweg «starke Netto-Neugeldzuflüsse» erzielt, heisst es dazu.

Im Private Banking erzielte die CS einen Vorsteuergewinn von rund 650 Millionen Franken. Hier lagen die Prognosen aber mit durchschnittlich 880 Millionen Franken deutlich höher.

Private Banking im Aufwärtstrend

Dennoch setzte die CS – was das Neugeld betrifft – den positiven Trend im Private Banking fort. Im Vorquartal zog die Grossbank 14,2 und im Vorjahr 7,4 Milliarden Franken an. 

Leicht rückläufig entwickelten sich hingegen die verwalteten Vermögen. Per Ende September betrugen sie knapp 1'300 Milliarden Franken nach 1'356 Milliarden Ende Juni.

Investmentbank mit Verlust

Enttäuschend lief es der Credit Suisse im Investmentbanking. Die Sparte verbuchte einen Vorsteuerverlust von 125 Millionen Franken, derweil der Markt einen Gewinn von 336 Millionen Franken erwartete. 

Begründet wurde der Verlust laut Mitteilung unter anderem mit den schwierigen Marktbedingungen, dies sich insbesondere im Anleihenverkauf und -handel negativ bemerkbar machten. Dieser negative Trend hielt auch im Oktober an, hiess es weiter. 

Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 779 Millionen Franken hängen, wie die CS mitteilte.

Fortführung der Dividendenpolitik

In der Mitteilung äusserst sich die Bank auch zur Dividendenpolitik. Sie will die Politik einer Ausschüttung von mindestens 70 Rappen je Aktie oder von mindestens 40 Prozent des über einen Zeitraum von fünf Jahren generierten frei verfügbaren betrieblichen Kapitals fortsetzen.

 

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