Gebühren: Nur eine Bank behandelt Schweizer und Ausländer absolut gleich

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Ausländer sind bei Schweizer Banken nicht überall willkommen. Und Geldhäuser, die ausländische Klientel akzeptieren, verlangen teils horrende Zusatzgebühren. Nur bei einem Finanzinstitut herrscht «Egalität».

Den Druck, den die USA in der Causa Steuerstreit auf die Schweizer Banken ausüben, verfehlt seine Wirkung nicht. So haben sich viele Schweizer Banken nicht nur von unehrlichen Kunden verabschiedet, sondern bemühen sich auch kaum mehr sonderlich um ehrliche Amerikaner.

So ist für Personen in Ländern ausserhalb Europas – darunter insbesondere die USA – eine Beziehung mit manchen Schweizer Banken prinzipiell nicht mehr möglich.

US-Kunde: Persona non grata

Besonders restriktiv agieren die Zürcher und die Graubündner Kantonalbank. Aus Angst vor der US-Justiz akzeptieren die beiden Finanzinstitute seit rund vier Jahren keine Kunden mit US-Bezug mehr, wie finews.ch berichtete.

Mittlerweile stehen amerikanische Kunden auch bei diversen anderen Finanzinstituten wie der Neuen Aargauer Bank, der Banque Cantonale Vaudoise oder der St. Galler Kantonalbank vor verschlossenen Türen. Vereinzelt wollen Schweizer Geldhäuser auch von Kunden aus Südamerika, Afrika oder Asien nichts (mehr) wissen.

Aufpreis von bis zu 720 Franken

Und jene Finanzinstitute, die gewillt sind, ausländische Kundschaft aufzunehmen, verlangen inzwischen einen happigen Aufpreis – zusätzlich zu den Gebühren, die ein Schweizer berappen muss. Davon werden auch Schweizerinnen und Schweizer nicht ausgenommen, die im Ausland leben.

So verlangt die Aargauische Kantonalbank einen Aufpreis von 720 Franken pro Jahr und Bankbeziehung, wie aus einer am Dienstag publizierten Studie des Vergleichsdienst «moneyland.ch» hervorgeht (siehe Tabelle 1). Bei den Grossbanken UBS und Credit Suisse sind es 480 beziehungsweise 360 Franken (siehe Tabelle 2).

Moneyland1 500

«Tatsächlich haben die Banken in letzter Zeit die Gebühren für Kunden mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz massiv erhöht», erklärt Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch.

Gemäss der Studie verlangen Schweizer Banken von Auslandskunden im Mittel rund 300 Franken an Zusatzgebühren pro Jahr und Bankbeziehung.

Wer hat, der wir nicht belastet

Der Aufpreis entfällt in den meisten Fällen, sofern der Kunde über einen minimalen Anlagebestand verfügt oder Produkte wie Hypotheken oder Freizügigkeitskonten nutzt.

Die zusätzlichen Gebühren begründen die Banken mit administrativem und regulatorischem Mehraufwand, den sie für Kunden mit ausländischem Domizil leisten müssen.

Tessiner Kantonalbank – absolut egalitär

Laut der Studie sind die betroffenen Kunden nicht gewillt, die hohen Gebühren zu berappen. «Sie wechseln zunehmend zu Bankinstituten mit geringeren Gebühren in der Schweiz oder im günstigeren Ausland», stellt Felix Oeschger, Analyst bei moneyland.ch, fest.

Allerdings gibt es davon nur wenige in der Schweiz. Eine Bank sticht besonders hervor: Die Tessiner Kantonalbank (BancoStato). Laut der Studie behandelt sie Schweizer und ausländische Kunden genau gleich und verlangt keinen Aufpreis, egal ob der Kunde aus den USA, Afrika oder Asien stammt oder wie viel Geld er auf dem Konto bunkert.

Kulant gegenüber ausländischen Kunden sind auch die Swissquote und die WIR Bank.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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