Credit Suisse: Schwergewicht des Private Banking geht

Der Leiter Private Banking und Wealth Management bei der Credit Suisse in der Schweiz tritt ab. Der Top-Banker, der dem Institut fast zwei Jahrzehnte lang die Treue gehalten hat, folgt damit seinem direkten Vorgesetzten auf den Fersen.

Christoph Brunner (Bild) verlässt die Credit Suisse (CS). Der Leiter Private Banking und Wealth Management in der Schweiz hat offensichtlich keinen Platz mehr im neuen Team, wie die Schweizer Zeitung «Finanz und Wirtschaft» am Mittwoch berichtete.

Brunner, der ganze 18 Jahre lang für die CS tätig gewesen war, wird jedoch noch in seiner Funktion verbleiben, bis ein Nachfolger bestimmt ist. Dies, um einen «reibungslosen Übergang» zu sichern, wie ein Sprecher der Bank gegenüber dem Wirtschaftsblatt bestätigte.

Auf den Fersen Meisters

Brunner folgt damit auf den Fersen von Private-Banking-Co-Chef Hans-Ulrich Meister, der im Zuge der Ende Oktober vollzogenen Strategieanpassung überraschend sein Amt bei der CS räumen musste. Brunner hat als rechte Hand von Meister das Private Banking in der Schweiz umgebaut. Eine Herkules-Aufgabe, die bankintern auch zu Unstimmigkeiten und zu Abgängen führte, wie in der Branche zu vernehmen war.

Brunner hatte vor einem Jahr das neue Pricing- und Beratungsmodell Credit Suisse Invest sowie die Bonviva-Pakete für das Retail-Segment aufgebaut. Dies als Antwort auf das Vermögensverwaltungsangebot Advice der Lokalrivalin UBS. Brunner versprach sich davon nichts weniger als ein «neues Beratungserlebnis», wie auch finews.ch berichtete.

Bewegung im zweiten Glied

Nach dem Abgang Meisters, der an der Spitze des CS-Private-Banking von Iqbal Khan und als Schweiz-Chef von Thomas Gottstein abgelöst wurde, kommt auch Brunners Ausscheiden einem Paukenschlag gleich.

Dies wertet die «Finanz und Wirtschaft» als Indiz, das CS-Chef Tidjane Thiam nun auch das zweite Glied der Top-Kader in der Grossbank neu bestellt.

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Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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