DBS: Hattrick der weltweit innovativsten Bank

Die Bank gehört nicht zu den Riesen in Asien – aber zurzeit fliegen ihr sämtliche Lorbeeren zu. Sie wächst am schnellsten und ist im Urteil von Juroren die innovativste Privatbank. Das hat seine guten Gründe.

Das macht ihr so schnell keine nach: Die DBS Private Bank ist in diesem Jahr mit Auszeichnungen quasi überschüttet worden. Sie holte sich diesen Oktober den vom Magazin «Private Banker International» verliehenen Preis der Bank mit dem «Most Innovative Business Model» (Artikel bezahlpflichtig).

Sie gewann den vom Magazin «Global Finance» verliehenen Titel «Most Innovative Private Bank in the World». Und zuletzt holte sich die DBS auch den von «The Banker» und «Professional Wealth Management» verliehenen Preis der «Best Private Bank in Innovation» (Artikel bezahlpflichtig).

Schnellstes Wachstum

Ein klassischer Hattrick der DBS also, den vor ihr noch kein asiatisches Finanzinstitut geschafft hat. Dass die Bank zurzeit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, hat auch den einfachen Grund, dass sie bezüglich Wachstum alle anderen Banken in den Schatten stellt.

Die DBS erhöhte ihre verwalteten Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent, wie auch finews.ch berichtete. Sie rückte damit zum achtgrössten Vermögensverwalter Asiens auf.

TanSuShan 500

Als Architektin des Erfolgs gilt Tan Su Shan (Bild), die Chefin Consumer Banking and Wealth Management bei der DBS. Auch sie ist schon ausgezeichnet worden: Als «Best Leader in Private Banking».

Innovation verinnerlicht

Der Wachstumserfolg der DBS hängt eng mit der Innovationsfähigkeit dieses Unternehmens zusammen. Die Bank schafft es zurzeit wohl wie keine andere, Digitalisierung und Automation, veränderte Kundenbedürfnisse und Beratungsansätze als Veränderungsprozess zu vereinheitlichen.

Innovation ist bei DBS offenbar nicht ein Projekt, sondern ein ganzheitlicher Vorgang, der das ganze Unternehmen erfasst hat.

Eine ganz einfache Definition

Dies ist auch das Verdienst eines Mannes, der erst im April 2014 zur DBS als Chief Innovation Officer zur DBS stiess: Neal Cross (Bild). Der Brite hat bei Microsoft und bei Mastercard im Senior Management gearbeitet und ist anerkannter Technologie-Spezialist und «Innovator».

Neal Cross

Seine Definition von Innovation ist dabei eine ganz einfache: Innovation bedeute, etwas erfolgreich anders zu machen. Schwieriger ist es laut Cross aber, in einem Unternehmen mit über 21'000 Mitarbeitern eine Innovationskultur zu etablieren.

Empfehlungen des Chefs

Er empfiehlt dafür zum Beispiel firmeninternes «Crowdsourcing»: Alle Mitarbeiter sollen die Möglichkeit haben, ihre Ideen für ein bestimmtes Problem einzubringen.

Eine andere Empfehlung von Cross ist: Die Mitarbeiter müssten den Kontakt mit Startups oder mit Innovationslabs in Universitäten suchen, um die dort herrschende Kultur aufzunehmen.

«Der Trick besteht darin herauszufinden, wie die Mitarbeiter inspiriert werden können, so dass sie in ihrem Berufsalltag innovativ tätig werden und die Bank erfolgreicher wird», sagte Cross in einem Interview mit «DealStreetAsia».

Kein Erfinder, der Apps entwickelt

Seine Rolle sieht er als gedanklicher Vorreiter, der die Bank mit anderen Organisationen in Kontakt bringt, um interne Abläufe und Praktiken zu ändern und zu verbessern.

Seine Rolle als Chief Innovation Officer (CIO) sei definitiv nicht die des «Erfinders», der mit einem kleinen Team von Spezialisten irgendwelche Apps oder Prototypen austüftelt.

Hinter dem Erfolg von DBS als zurzeit innovativste Privatbank steht nämlich nicht nur der Mensch, sondern auch eine Maschine: IBM Watson. Dabei handelt es sich um ein Computer Programm aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, wie auch finews.ch berichtet hat.

Vorreiterin auch hier

Watson kann sprechen und lernt aus den Antworten anderer, egal ob schriftlich oder mündlich. Legendär ist der haushohe Sieg von Watson in der US-Quizshow «Jeopardy!» gegen zwei vormalige – menschliche – Champions vor vier Jahren.

DBS wendet IBM Watson seit 2014 an, indem die Bank die riesige Datenbank nutzt, um ihre Kunden besser zu verstehen und zu bedienen. Seine Fähigkeiten hat dieser Computer bereits im Gesundheitswesen bewiesen, wo er beispielsweise Diagnosehilfen auf der Basis von Patientendaten und aktuellen Befunden aus Untersuchungen stellt.

Im Banking versucht IBM mit Watson erst richtig Fuss zu fassen. Die DBS war nach der australischen ANZ die zweite Bank, die auf Watson setzte. In der Schweiz tut dies noch kein Institut. Der Erfolg von DBS wird allerdings auch im Zusammenhang mit Watson hierzulande genau registriert.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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