Deutsche Bank: Ex-Credit-Suisse-Banker auf dem heissen Stuhl

Ram Nayak (Bild) steht ein grosser Karrieresprung bevor: Der bisherige Leiter für Marktstrukturierung soll das Parade-Geschäft bei der Deutschen Bank übernehmen: Nämlich die Zinsensparte im Investmentbanking, kurz FIC (Fixed Income, Currencies Trading Business).

Das berichtet das amerikanische «Wall Street Journal» (Artikel bezahlpflichtig) unter Berufung auf anonyme Quellen innerhalb der Bank. Das Institut selber kommentierte die Meldung nicht.

Für jeden Investmentbanker müsste die Leitung des eigentlichen Kerngeschäfts des deutschen Finanzkonzerns die Krönung der Laufbahn darstellen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Der neue CEO John Cryan – ehemals Finanzchef der Schweizer UBS – unterzieht die Deutsche Bank einem Totalumbau, wie auch finews.ch berichtete.

Zerteiltes Zugpferd

Besonders hart trifft es die Investmenbank, das einstige Zugpferd des Instituts. Auch dieses wird nun zurückgebunden und innerhalb der Division «Märkte» künftig separat vom Firmenkunden- und Beratungsgeschäft geführt. Das dürfte schwerlich ganz ohne Turbulenzen über die Bühne gehen.

Damit sitzt Nayak, der von 2009 von der Credit Suisse (CS) zu den «Deutschbankern» nach London wechselte, auf einem doppelt heissen Stuhl. An der Spitze der Sparte kam es in den letzten Monaten nämlich zu prominenten Abgängen, so Co-Chef Richard Herman und Handelsleiter Zar Amrolia.

Bei der CS-Investmentbank war Nayak zuletzt für den Handel mit Schwellenland-Papieren zuständig gewesen. Zur Schweizer Grossbank war er im Jahr 2000 von der amerikanischen Bank Merrill Lynch gestossen.

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