CS: Bahn frei für den Befreiungsschlag

In Bern haben die Aktionäre der Credit Suisse 6 Milliarden Franken an frischem Kapital zugebilligt. Wie viel Rückhalt geniesst die CS bei ihren Eignern nun?

An der heutigen ausserordentlichen Generalversammlung der Credit Suisse (CS) in Bern stimmten die Aktionäre beiden beantragten Kapitalerhöhungen zu. Das teilte die Grossbank am Donnerstag mit.

Die Eigner genehmigten eine ordentliche Kapitalerhöhung in der Form einer Privatplatzierung von 58’000’000 neu auszugebenden Namenaktien bei einigen qualifizierten Investoren. Dies, obwohl diese zu privilegierten Konditionen und unter Ausschluss des Bezugsrechts für die Altaktionäre der CS über die Bühne gehen soll.

Bittere Pillen geschluckt

Die Aktionäre stimmten auch der zweiten, «ordentlichen» Kapitalerhöhung über ein Bezugsrechtsangebot von bis zu 260’983’898 neu auszugebenden Namenaktien an die bestehenden Aktionäre zu, wie es weiter hiess.

Beobachter hatten bereits erwartet, dass die Aktionäre sämtliche Traktanden anstandslos durchwinken würden – was finews.ch angesichts der bitteren Pillen, welche die Eigner dabei schlucken mussten, als eigentliches «Wunder von Bern» bezeichnete.

Bei beiden Kapitalerhöhungen erzielte die CS jeweils mehr als 95 Prozent Zustimmung. Ein starkes Resultat zwar – aber eines, das nur logisch scheint. Ohne die 6 Milliarden Franken frisches Kapital bliebe der Befreiungsschlag der CS saft- und kraftlos.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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