US-Steuerstreit: BNP Paribas Schweiz wird kräftig zur Kasse gebeten

Dollar@shutterstock.com

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Neben der BNP Paribas (Suisse) werden auch die Bank CIC (Schweiz) aus Basel sowie die ebenfalls in Genf ansässige KBL (Switzerland), gebüsst, wie das US-Justizministerium (Department of Justice, DoJ) am Donnerstag mitteilte.

Um nicht weiter strafrechtlich verfolgt zu werden, bezahlen die drei Institute laut Bericht eine Busse von insgesamt rund 81 Millionen Dollar. 

Zeithöchste Busse innerhalb der Kategorie 2

Die höchste Busse geht mit knapp 60 Millionen Dollar an die Adresse der Schweizer Niederlassung der französischen Bankengruppe BNP Paribas. Damit belegt die Auslandsbank in der Bussen-Rangliste den zweiten Platz. Am meisten musste bislang bis jetzt die Tessiner Bank BSI bezahlen. Ihr Betrag belief sich damals auf 211 Millionen Dollar.

Die BNP Paribas (Suisse) habe seit August 2008 rund 760 Konten mit US-Bezug betreut und dabei hätten die verwalteten Vermögen maximal 1,2 Milliarden Dollar, so das DoJ. 

Der Bank sei bewusst gewesen, dass nicht alle Gelder korrekt versteuert gewesen seien. So habe es beispielsweise 338 Nummernkonti gegeben oder es seien im Jahr 2012 Gelder und US-Steuerzahlern auf Konti in Malaysia transferiert worden.

Unversteuerte Gelder abgeworben

KBL (Switzerland) muss eine Busse in der Höhe von rund 19 Millionen Dollar bezahlen. Die KBL hatte 277 US-Konten mit einem Vermögen von maximal über 255 Millionen Dollar verwaltet. Dabei habe die Bank von 2009 bis im Mai 2010 eine aggressive Akquisitionsstrategie verfolgt und unter anderem US-Kunden mit unversteuertem Geld aus den Beständen der UBS, der Credit Suisse oder anderen Banken übernommen.

Eine verhältnismässig geringe Strafzahlung über 3,3 Millionen Dollar muss die Bank CIC leisten. Die Bank hatte 261 Konten mit rund 228 Millionen verwalteten Vermögen betreut.

Insgesamt haben damit mittlerweile 56 Schweizer Banken der «Kategorie 2» im US-Steuerprogramm eine Einigung mit dem DoJ erzielt.

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