Vom «Bürogummi» zur Chefin von UBS O’Connor

Dawn Fitzpatrick, Leiterin UBS O'Connor

Dawn Fitzpatrick, Leiterin UBS O'Connor

Mit unerschütterlichem Willen und harter Arbeit kämpfte sie sich an die Spitze der UBS-Hedgefonds-Plattform O’Connor. Nun steigt sie noch höher. Wer genau ist dieser «Rising Star»?

Frauen, die im hart umkämpften, von Männern dominierten Hedgefonds-Geschäft reüssieren, sind selten. Leda Braga ist eine, die Brasilianerin, welche in Genf Systematica führt. Eine Frau, die ebenfalls herausragt, ist die Amerikanerin Dawn Fitzpatrick.

Sie ist seit 2013 Anlagechefin der Hedgefondssparte UBS O'Connor und wurde diese Woche im Zuge einer Reorganisation noch eine Stufe nach oben befördert.

Neu verantwortet die 45-Jährige die Bereiche Hedgefonds, Equity und Multi-Asset Strategien, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» vermeldete. Die vorher getrennt geführten Bereiche werden neu in einer Einheit geführt – aus Kostengründen, wie es heisst.

Neuer Anlagechef eingestellt

Ihr unterstellt wird per Anfang Jahr Kevin Russell. Der aktuelle Leiter des globalen Aktienhandels bei der Citigroup wird die Rolle als Anlagechef von Fitzpatrick übernehmen, wie auch finews.ch berichtete. Weiter wird auch Andreas Koester, Leiter der Multi-Asset-Strategien, an Fitzpatrick rapportieren.

Rat der Grosseltern als Quell des Erfolgs

Der Weg Fitzpatricks an die Spitze der UBS O’Connor war steinig und schwer. Doch die New Yorkerin kämpfte sich hoch, ganz nach dem Motto ihrer Grosseltern, welche von Irland in die USA immigrierten, wie sie in einem früheren Interview offenbarte.

Diese hätten ihr immer wieder eingetrichtert, dass man mit einem unermüdlichen Willen, harter Arbeit und einer soliden Ausbildung alles erreichen könne.

Traumjob Traderin

Mit dieser Botschaft im Kopf kletterte Fitzpatrick die Karriereleiter hoch. Begonnen hat sie allerdings ganz unten. 1990 stieg sie mit einem Bachelor of Science der Wharton School of Business beim Broker O’Connor and Associates als einfache Büroangestellte ein.

Doch mit dem «Bürogummi-Job» wollte sie sich nicht begnügen. Stattdessen arbeitete sie auf ihren Traumjob hin: Börsenhändlerin. Dies gelang ihr zwei Jahre später. Fortan handelte sie an der Chicago Board of Trade Aktien- und Indexoptionen.

Danach arbeitete sie sich beim der mittlerweile von der UBS gekauften Derivatespezialisten O’Connor schrittweise hoch. 1998 wurde dieser in die Grossbank integriert und in UBS O'Connor umbenannt. Es ist diese Einheit, welche Fitzpatrick seit 2013 leitet.

Mitglied in exklusivem Berater-Komittee

UBS O'Connor ist Teil des UBS Global Asset Management mit rund 650 Milliarden Dollar verwalteten Vermögen und Ulrich Koerner an der Spitze. Fitzgerald selber ist «Herrin» über rund 6 Milliarden Dollar.

Doch nicht nur innerhalb der UBS machte die Mutter dreier Kinder Karriere. So wurde Fitzpatrick vor Kurzen in den exklusiven Kreis des Federal Reserve’s Investor Advisory Committee aufgenommen. Dabei handelt es sich um ein 14-köpfiges Gremium, das die Direktoren der Fed-Zentralbank in New York bei Finanzfragen berät.

Im «100er-Club» dabei

Fitzpatrick ist zudem ein Mitglied im Club «100 Women in Hedge Funds». Dies Non-Profit-Organisation zählt mittlerweile 13'000 Spezialistinnen aus der Branche der Alternativen Anlagen. Die 2001 gegründete, weltweit tätige Organisation setzt sich für Bildungsprogramme, Initiativen zur beruflichen Entwicklung und wohltätige Zwecke ein.

 

 

 

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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