Reichstenliste: Wer kennt diese Swiss Banker?

Die Hinduja-Brüder: Prakash, Srichand, Gopichand und Ashok (v.l.n.r.)

Alle Jahre wieder erscheint die Reichsten-Liste der «Bilanz». Die finews.ch-Leserinnen und Leser interessieren sich dabei vor allem, wer aus der Finanzbranche in dieser Rangliste figuriert. Und da gibt es einige Überraschungen.

Nachstehend die zehn reichsten Familien in der Schweiz, die mit dem Bankwesen einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens generieren.

1. Familie Pictet: 5-6 Milliarden Franken

Spitzenreiterin im Swiss Banking ist immer noch die Familie Pictet, die gemäss Reichsten-Liste des Schweizer Wirtschaftsmagazins «Bilanz» auf ein Vermögen von bis zu 6 Milliarden Franken kommt. Die führende Genfer Privatbank wies per Mitte 2015 Kundendepots in der Höhe von 420 Milliarden Franken aus. Wie aus dem im Spätsommer erstmals publizierten Jahresbericht hervorgeht, ist das Unternehmen mit seinen rund 3'800 Mitarbeitern hoch profitabel.

2. Familie Hinduja: 4-4,5 Milliarden Franken

Mit einem Vermögen von bis zu 4,5 Milliarden Franken gilt die Hinduja-Sippe als die reichste ausländische Familie, die in der Schweiz lebt und im Banking tätig ist. Das Hinduja-Konglomerat mit weltweit fast 72’000 Mitarbeitenden, wird vom 80-jährigen Clanchef Srichand Hinduja (80) aus England gesteuert. Mehrheitlich leben die Nachkommen des Konzerngründers Parmanand Hinduja jedoch in der Schweiz, wie der 70-jährige Prakash Hinduja, der längst mit dem eidgenössischen Bürgerrecht ausgestattet ist.

Mit ihrer prosperierenden Hinduja Bank am Hauptsitz Genf spannen die Inhaber den Schirm auch für ihr eigenes Portfolio. Sie verfügen über Niederlassungen in Zürich, Basel, Lugano und Luzern sowie Dependancen von New York über London und Dubai bis Mumbai. Statthalter in Genf ist der 47-jährige Ajay Hinduja.

3. Familie Latsis: 3-3,5 Milliarden Franken

Der 69-jährige Spiro Latsis und seine Schwestern Marianna und Margarita verwalten das von ihrem Vater John Spyridon Latsis geerbte Familienvermögen. Dieses umfasst Beteiligungen an Firmen wie der Bank EFG International (Anteil von 54,8 Prozent), Hellenic Petroleum (42,6 Prozent) und der griechischen Immobilienfirma Lamda Development (50,9 Prozent).

4. Familie de Picciotto: 2-2,5 Milliarden Franken

Der heute 86-jährige Edgar de Picciotto gründete 1969 die Genfer Union Bancaire Privée (UBP), die heute sein Sohn Guy de Picciotto führt und in der laufenden Konsolidierung auf dem Schweizer Finanzplatz eine überaus aktive Rolle spielt. Stichwort: Coutts. Guys Geschwister Daniel und Anne sitzen ihrerseits im Verwaltungsrat.

5. Familien Lombard Odier: 2,5-3 Milliarden

Die Genfer Privatbank Lombard Odier hat es verstanden, schon frühzeitig neben dem klassischen Private Banking auch noch andere Geschäftsfelder zu erschliessen, nämlich das Asset Management, also die Vermögensverwaltung für institutionelle Anleger, sowie die Bereitstellung einer Technologie-Plattform für Drittbanken. Mit diesem Geschäftsmodell steht die Bank höchst erfolgreich da und beweist gleichzeitig, dass sich manche Schweizer Privatbanken dem Wandel durchaus etwas Positives abgewinnen können. Auch der Standort in Zürich soll in den nächsten paar Jahren zielstrebig ausgebaut werden.

6. Familie Benjamin de Rothschild: 2-2,5 Milliarden

Die in Genf lebende Familie Rothschild kontrolliert 81,5 Prozent der Anteile an der Banque Privée Edmond de Rothschild. Gehalten werden die Anteile über die Edmond de Rothschild Holding. An dieser Familienholding hält die 83-jährige Baronin Nadine de Rothschild 17 Prozent. Ihr 52-jähriger Sohn Baron Benjamin de Rothschild besitzt zwei Drittel, und 8,4 Prozent befinden sich in den Händen der in Paris wohnhaften Familienmitglieder.

7. Familie Vontobel: 1,5-2 Milliarden Franken

Hans Vontobel, der Ehrenpräsident der Zürcher Privatbank Vontobel, wird im Dezember 99 Jahre alt und ist somit einer der ältesten Zeitzeugen auf dem Schweizer Bankenplatz. Er kontrolliert den Aktienpool der Familie, die 67 Prozent der Stimmen besitzt. Der Vertrag läuft 2017 aus und muss dannzumal erneuert werden. Das Zürcher Geldhaus steht auf drei Säulen: Private Banking, Investmentbanking und Asset Management.

8. Lily Safra: 1-1,5 Milliarden Franken

Lily Safra ist die Witwe des 1999 in Monaco verstorbenen Bankiers Edmond Safra. Bis heute rätselt man darüber, wie der Mann bei einem Brand in seinem Badezimmer ums Leben kommen konnte. Lily Safra engagiert sich heute vor allem für philanthropische Zwecke. Diesen Sommer spendete sie laut «Bilanz» eine Million Euro für ein Programm der Hilfsorganisation Hope and Homes for Children; diese will es beispielsweise 9’000 Kindern aus rumänischen Waisenhäusern ermöglichen, zu ihren Familien zurückzukehren.

9. Familie Cornaro: 700-800 Millionen Franken

Hinter der Tessiner Familie Cornaro steht die Cornèr Bank, die vor allem dank ihrer Kreditkarten-Lizenzen schon vor Jahrzehnten ein einträgliches Geschäftsmodell auf die Beine stellen konnte. Längst ist das Unternehmen auch im Online-Banking aktiv und investiert weitere Mittel in die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen.

10. Familie Sarasin: 700-800 Millionen Franken

Die Basler Bankiersfamilie, die einst die Privatbank Sarasin kontrollierte, ist weit verzweigt; ihre Wurzeln reichen auch ins Textilgeschäft zurück. Und ihr Vermögen ist seit dem Verkauf der Bank an die brasilianische Finanzgruppe der Familie Safra nochmals deutlich gewachsen.

Auf den weiteren Plätzen folgen:

11. Familie Mirabaud: 400-450 Millionen Franken
Genfer Privatbank

12. Eric Syz: 400-450 Millionen Franken
Schweizer Bankengruppe mit starker Asset-Management-Einheit

13. Familie Bär: 350-400 Millionen Franken
Internationale Bankengruppe mit Schwergewicht Private Banking

14. Familie Frank P. Bodmer: 300-350 Millionen Franken
Zürcher Privatbank

15. Christian Stucki: 300-350 Millionen Franken
Vermögensverwalter Notz Stucki Asset Managers

16. Familie Syz-Abegg: 300-350 Millionen Franken
Zürcher Privatbanken-Gruppe Maerki Baumann

17. Familie Bordier: 250-300 Millionen Franken
Genfer Privatbank

18. Thomas Matter: 150-200 Millionen Franken
Neue Helvetische Bank mit Investmentbanking-Expertise

19. Karl und Christof Reichmuth: 100-150 Millionen Franken
Luzerner Privatbank

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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