Wo der ehemalige Investmentchef der Genfer Bank Reyl bald arbeitet

François Savary, neuer CIO bei Prime Partners

François Savary, neuer CIO bei Prime Partners

Ende letzten Oktober nahm er bei der Genfer Privatbank überraschend den Hut. Nun hat er in der Calvinstadt eine neue Berufung gefunden.

Acht Jahre war François Savary für die Genfer Bank Reyl als Investmentchef tätig – und mitunter bekannt für seine spitz formulierten Anlagekommentare. Doch Ende letzten Oktober verliess er unerwartet das Finanzinstitut, wie auch finews.ch berichtete.

Nun ist klar wohin es ihn zieht. Per Anfang 2016 wird er Investmentchef beim Genfer Asset Manager Prime Partners, wie das Finanzinstitut am Montag vermeldet.

Der für seine klare Marktmeinung beachtete Finanzexperte arbeitet seit über 25 Jahren als Analyst in der Asset-Management-Branche. Er war neben Reyl auch für Darier Hentsch und die Deutsche Bank tätig. 

Aufstrebender Asset Manager

Savarys neuer Arbeitgeber wurde 1998 gegründet. Das partnergeführte Unternehmen verwaltet mit 30 Mitarbeitenden rund 2,5 Milliarden Franken. Die Fokusmärkte von Prime Partners liegen neben Portugal und Belgien mehrheitlich ausserhalb Europas, unter anderem in Brasilien, Zentralamerika, Asien oder Saudi Arabien.

Dieses Jahr flossen dem Genfer Asset Manager 600 Millionen Franken an Neugeldern zu. Der unabhängige Vermögensverwalter will die Finma-Unterstellung erreichen und sich über eine Niederlassung in Portugal den Zugang zum europäischen Markt sichern. 

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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