BSI: Auch ein Ziel der Credit Suisse?

Julius Bär, Intesa Sanpaolo – und nun auch die Credit Suisse (CS). Sie alle sollen ihr Interesse an einem Kauf des Private-Banking-Arms der in Nöten steckenden brasilianischen Bank BTG Pactual geäussert haben. Die CS habe sogar einen Preis genannt, schrieb die Nachrichtenagentur «Reuters» in der Nacht auf Donnerstag.

Sie wolle nicht mehr als eine Milliarde Franken für die BSI bezahlen, die knapp 90 Milliarden Franken Kundengelder verwaltet. Das wäre deutlich weniger als was BTG Pactual bis vergangenen September an den vormaligen BSI-Besitzer Generali bezahlt hat.

Die Ansage von Tidjane Thiam

Die Kaufgerüchte um die BSI sind mit der Verhaftung von BTG-Gründer und CEO André Esteves aufgekommen, der in den brasilianischen Petrobras-Korruptionsskandal verwickelt sein soll.

Dass die CS zu den möglichen Interessenten gezählt wird, erstaunt angesichts der Ansage von CEO Tidjane Thiam nicht, dass im Private Banking zugekauft werden soll. Eine Stellungnahme der CS liegt allerdings nicht vor. Wie in solchen Fällen üblich, kommentiert keines der involvierten Institute solche Marktgerüchte.

Boris Collardi wiegelt ab

Julius Bär war auch bei finews.ch als Kaufinteressentin genannt worden. Die Privatbank sucht nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten und die BSI würde aus verschiedenen Gründen passen. Auch was die IT betrifft, könnte Julius Bär mit Hilfe der Tessiner Privatbank, die auch in Asien gut vertreten ist, einen wichtigen Sprung machen.

Aber CEO Boris Collardi hat offenbar nicht angebissen. Zu Wochenbeginn sagte er, Julius Bär suche vor allem in Brasilien und in China nach Kaufgelegenheiten.

Die BSI könnte auch in Reichweite der Bank J. Safra Sarasin liegen, doch hüllt sich die Bank in Schweigen. Ein gewichtiger Interessent scheint aus China zu stammen: Fosun International. Die Gruppe will ins europäische Private Banking investieren und bietet sich mit der französischen Oddo ein Bieterrennen um die deutsche BHF Bank.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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