Fifa-Skandal: US-Justiz droht UBS und Credit Suisse mit Busse

Fifa-Hauptsitz in Zürich

Fifa-Hauptsitz in Zürich

Im Fifa-Korruptionsskandal ermitteln amerikanische und Schweizer Justizbehörden gegen mehrere ehemalige Fifa-Spitzenfunktionäre. Der Vorwurf: Da die Fifa seit längerem als korrupte Organisation bekannt sei, hätten die Banken regelmässig über verdächtige Kontobewegungen von Fifa-Funktionären Bericht erstatten sollen.

Betroffen sind zahlreiche Banken. Hierzulande sind es die Credit Suisse, UBS, Julius Bär und Pictet, wie aus einem Rechtshilfe-Gesuch der US-Justiz (Department of Justice, DoJ) an die Bundesanwaltschaft hervorgeht.

Keine leere Drohung

Nun zieht das DoJ die Schlinge enger: Banken, die es verpassen, verdächtige Transaktionen im Zusammengang mit dem Fifa-Korruptionsskandal an die Behörden zu melden, droht eine Busse. Dies berichtete die «Financial Times» am Wochenende unter Berufung auf Personen, die mit der Sache vertraut sind.

Dass es sich bei der Drohung nicht um leere Worthülsen handelt, zeigte das Beispiel von J.P. Morgan im letzten Jahr. Die US-Bank zahlte eine Strafe von zwei Milliarden Dollar wegen unzureichender Kooperation mit den Behörden im Zusammenhang mit den Untersuchungen im Fall des Milliardenbetrügers Bernard Madoff.

Konkret äusserten sich die meisten Banken laut der «Financial Times» nicht zu den aktuellen Drohungen der US-Justiz. Einzig die HSBC liess verlauten, man stehe im Dialog mit dem DoJ und anderen Untersuchungsbehörden.

Gleiches Muster wie vor fünf Jahren

Was die CS und die UBS betrifft, versuchten die US-Strafverfolgungsbehörden offenbar, an Daten zu gelangen, ohne dabei das Schweizer Bankgeheimnis zu verletzen. Offenbar ziele man auf einen Datenaustausch wie vor rund fünf Jahren als es der UBS per Notrecht erlaubt wurde, tausende Datensätze von mutmasslichen Steuersündern in die USA zu schicken.

Gelder der Fifa-Funktionäre auf Schweizer Bankkonten wurden mittlerweile auf Geheiss der Schweizer Bundesanwaltschaft eingefroren. Auch einige Liegenschaften wurden beschlagnahmt. Derzeit hat die US-Justiz gegen diverse Fifa-Funktionäre Anklage erhoben.

Eine Verletzung der Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit politisch exponierten Personen (PEP) wäre auch nach Schweizer Gesetz strafbar. Bislang äusserte sich die hiesige Bundesanwaltschaft nicht zu allfällig hängigen Strafverfahren gegen Banken.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Deutsche Bank am Abgrund
  • Absturz eines Hedgefonds-Stars
  • 1MDB-Skandal: Nach DiCaprio auch Robert de Niro im Visier
  • Wird die Webseite Ihrer Firma gerade gehackt?
  • Von der Edelboutique zur Schnäppchenbude
  • So will George Soros die Flüchtlingskrise bekämpfen
  • Der naive Rettungsplan der «Euro-Freunde»
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Die zehn besten Steuerparadiese

Wohin, wenn man keine oder kaum Steuern zahlen will?

Selection

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

Finma

Die Eidgenössische Finanzmarkt-Aufsicht Finma nimmt ihre digitale Zustellplattform in Betrieb. Diese ermöglicht es den Beaufsichtigten und Prüfgesellschaften, Jahresberichte und weitere Dokumente elektronisch einzureichen. Mit SuisseID lassen sich die Dokumente zudem elektronisch signieren.

UBS

Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

weitere News