US-Steuerstreit: Drei weitere Schweizer Banken kommen an die Kasse

DoJ@shutterstock.com

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Dabei handelt es sich um die in Genf ansässige Crédit Agricole (Suisse) und die beiden Basler Institute Dreyfus Söhne & Cie. sowie Baumann & Cie. Um nicht weiter strafrechtlich verfolgt zu werden, zahlen die Institute zusammen eine Busse von über 130 Millionen Dollar, wie das Department of Justice (DoJ) am Dienstagabend mitteilte.

Wider besseren Wissens gehandelt

Die höchste Busse mit gut 99 Millionen Dollar geht zulasten der Schweizer Tochter der französischen Bank Crédit Agricole. Die Bank unterhielt ab dem kritischen Zeitraum August 2008 insgesamt 954 deklarierte oder undeklarierte Konten mit US-Bezug. Die verwalteten Vermögen beliefen sich den Angaben zufolge auf 1,8 Milliarden Dollar.

Die Bank habe Konten von US-Steuerzahlern unterhalten, obwohl sie hätte wissen müssen, dass diese Kunden die Gelder nicht korrekt versteuert hätten, so das DoJ.

Baumann kommt günstig weg

Die Basler Privatbank Dreyfus zahlt eine Busse von gut 24 Millionen Dollar für 855 US-Kunden mit einem maximalen Vermögen von 1,76 Milliarden Dollar. Und bei Baumann beträgt die Busse 7,7 Millionen Dollar für 167 US-Kundenbeziehungen mit einem aggregierten Maximalvolumen an verwalteten Vermögen von 514 Millionen Dollar. 

Insgesamt haben damit mittlerweile 65 Schweizer Banken der «Kategorie 2» im US-Steuerprogramm eine Einigung mit dem DoJ erzielt.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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