Das bewundert Raiffeisen-CEO Patrik Gisel an Tidjane Thiam

Tidjane Thiam, CEO der Credit Suisse

Tidjane Thiam, CEO der Credit Suisse

Nach Raiffeisen-CEO Patrick Gisel erfüllt CS-Konzernchef Tidjane Thiam die Kriterien für einen Topmanager in der Schweiz - zumindest in einer Kategorie. An sich selber stellt der Raiffeisen-Chef allerdings noch höhere Ansprüche. 

Der grossgewachsene CEO der Credit Suisse (CS), Tidjane Thiam, löst beim Raiffeisen-Chef Patrik Gisel (Bild unten) Bewunderung aus. So seien seine «Deutschkenntnisse sehr gut», sagte Gisel am Mittwoch gegenüber dem Nachrichtenportal «Bloomberg» und ergänzte: «Dies wird ihm zum Vorteil gereichen.»

Denn für einen Topmanager in der Schweiz sei es notwendig mindestens Deutsch, Englisch und Französisch zu sprechen, so Gisel weiter.

Diese Kriterien erfüllt Thiam. Die Muttersprache des französisch-ivorischen Doppelbürgers ist Französisch. Und als ehemaliger CEO des britischen Versicherungskonzerns Prudential spricht er ein tadelloses Englisch. Auch deutsch parliert Tidjane leidlich.

Anders sein Vorgänger Brady Dougan. Zwar spricht der Amerikaner Französisch und Japanisch. Die deutsche Sprache erlernte er aber nicht – aus Zeitgründen, wie er nach seinem Abgang bei der CS sagte.

Am Italienisch büffeln

Für sich selbst legt Gisel allerdings die sprachliche Latte noch höher als bei Thiam.

Denn obwohl der 53-Jährige der deutschen, englischen und französischen Sprache mächtig ist, genügt ihm das nicht. Seit einigen Monaten lernt er zusätzlich Italienisch, wie er betont.

Der Grund: «Wir sind eine schweizerische Bank und darum sollte man sich auch so verhalten», so Gisel. Zudem sei die Anerkennung des sprachlichen Erbes der Schweiz ein wichtiger Bestandteil des Geschäftserfolgs. 

Patrik Gisel 501

Morgens Schule, nachmittags Triathlon

Als Vorbereitung für sein CEO-Amt, das er im Oktober antrat, büffelte der 53-Jährige während drei Wochen Italienisch im Kurort Bagno di Romagna – rund 80 Kilometer östlich von Florenz.

Der Unterricht fand jeweils morgens statt. Am Nachmittag trainierte er Triathlon und abends übte er Konversation in den lokalen Wein-Bars und Restaurants.

Nicht zufrieden mit sich

Sein Fazit mehrere Monate nach dem Intensiv-Programm: Durchzogen. Sein Italienisch könnte besser sein, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur. Er habe zu wenig geübt.

Doch Gisel will die Zügel nicht schleifen lassen. Er wolle seine Sprachkompetenz nun im Kanton Tessin verbessern. Dort kaufte er kürzlich eine Wohnung. 

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