Mirabaud gewinnt Türöffner im Nahen Osten

Die Genfer Privatbank Mirabaud spannt mit einem Vorsorge-Anbieter aus Bahrain zusammen. Damit sind einige Ambitionen verbunden.

Der im Emirat Bahrain beheimatete Anbieter von Vorsorge- und Pensionslösungen Takaud spannt mit der Niederlassung der Genfer Privatbank Mirabaud in Dubai zusammen. Das berichtete die kuwaitische Zeitung «Arab Times» am Dienstag.

Zweck der Zusammenarbeit ist demzufolge, das Angebot von Takaud um sämtliche in der Region vertriebenen Investment-Produkte der Genfer Privatbank zu ergänzen.

Netzwerk mit Potenzial

Gleichzeitig gewinnt Mirabaud einen nicht zu unterschätzenden Absatzkanal, vetreibt doch Takaud seine Vorsorge-Lösungen an Unternehmen und öffentlich-rechtliche Organisationen im gesamten Nahen Osten.

Takaud ist in Besitz der kuwaitischen Beteiligungs-Gesellschaft Kipco, die in ganz Nordafrika und im Mittleren Osten Anteile an rund 60 Firmen im Wert von über 30 Milliarden Dollar hält. Dazu gehören neben Immobilien- und Medienunternehmen auch Retailbanken und Vermögensverwalter – ein weiteres potenzielles Netzwerk für Mirabaud.

Frankophones Gegenüber

Mit Luc Metivier wird Takaud überdies von einem Mann geleitet, der das Geschäft mit Institutionellen sowohl im Westen wie auch im Nahen Osten bestens kennt – und noch dazu Frankophon ist. Metivier amtete unter anderem als Ägypten-Chef für den französischen Versicherungs-Konzern Axa.

Metivier will nun zusammen mit Mirabaud-Dubai-Chef Olivier Honsberger weitere Produkten für den örtlichen Vermögensverwaltungs- und Vorsorgemarkt entwickeln, wie es weiter hiess.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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