Was Stripperinnen und Banker verbindet

Tausende von Dollars stecken Wall-Street-Banker tagtäglich halbnackten Tänzerinnen zu. Doch was treibt Banker in solche Lokale? Eine ehemalige Stripperin weiss eine Erklärung.

«Letztes Jahr verdiente ich 2,5 Millionen Dollar. Der Grossteil davon liess ich für Prostituierte, Stripperinnen und Alkohol liegen.» Das ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Film Margin Call aus dem Jahre 2011.

Genau solche Typen kennt Roselyn Keo (siehe Video unten), eine ehemalige Stripperin, die in New Yorker Lokalen wie Larry Flynt's Hustler Club oder Flash Dancers arbeitete. «Ich kannte einen von Guggenheim-Partners. Er war drei Mal bei uns innerhalb einer Woche. Insgesamt liess er 300'000 Dollar springen», sagte sie kürzlich gegenüber dem «New York Magazin».

Banker sind unglücklich

Roselyn Keo – sie wird lieber Rosie genannt – hat denn auch eine simple Erklärung parat, weshalb Banker Stripperinnen wie ihr so viel Geld zustecken. «Sie sind nicht happy mit ihrem Job», weiss sie.

Deshalb, so Rosie weiter, geben sie das Geld für Besuche in Strip-Clubs, Alkohol und Drogen aus, bis es aufgebraucht ist. Danach müssten sie wieder arbeiten gehen, um es erneut zu verprassen – ein Teufelskreis.

Genauso funktionierten laut Rosie auch die Stripperinnen. «Aus Frust am Job geben sie das Geld dann für Shopping und Ferien aus, bis nichts mehr bleibt.» Danach gehe man wieder zurück «an die Stange».

Unter Drogen gesetzt

Die 31-Jährige, welche am Berkeley College in New Jersey Psychologie-Kurse besuchte, trieb es mit dem Geldmachen allerdings zu weit – viel zu weit. So setzte sie Männer zusammen mit ihren Komplizinnen Samantah Foxx, mit bürgerlichem Namen Samantah Barbash, sowie Marsi Rosen und Karina Pascucci unter Drogen.

Im Rausch zückten ihre Opfer ihre Kreditkarten und gaben zig Tausende Dollar aus. Für diese dreiste Tour drohen den Frauen nun mehrjährige Gefängnisstrafen (siehe dazu nachfolgendes Video).

Eine weitere Gemeinsamkeit?

Auch hier liesse sich eine Parallele ziehen, welche die Ex-Stripperin allerdings nicht erwähnte: So setzen Investmentbanker ihre Kunden vor 2008 in einer gewissen Weise in einen Rauschzustand, in dem sie ihnen solide Renditen mit vermeintlich sicheren Papieren versprachen.

Mit der Finanzkrise löste sich dieses Versprechen indes in Luft auf. Die Papiere verloren stark an Wert – ein Totalschaden für zahlreiche Anleger. Die US-Investmentbank Lehman Brothers ging Konkurs und die Schweizer Grossbank UBS musste von Staat gerettet werden.

Einige Banken – mitunter auch die Credit Suisse – mussten für dieses Verhalten Schadenersatz in Millionenhöhe leisten.

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