SWIFT: Millionen-Rabatte für Banken

Nicht nur die Detailhändler hängen derzeit die Ausverkaufs-Plakate in die Auslage. Wie die in Brüssel ansässige Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) am Mittwoch mitteilte, gewährte sie ihrer Kundschaft für das abgelaufene Jahr 2015 einen zehnprozentigen Rabatt auf den Nachrichten-Gebühren.

Preisreduktionen bis zu 45 Prozent

Das ist kein Pappenstiel: SWIFT leitet Transaktionen zwischen über 10'000 Finanzdienstleistern in rund 210 Ländern über ihre Nachrichten-Plattform weiter und wickelt damit den gesicherten Nachrichten- und Zahlungsverkehr der angeschlossenen Firmen ab. Der Rabatt hat damit einen Gegenwert von 32 Millionen Euro, wie SWIFT mitteilte. Ein Abschlag, von dem auch Schweizer Banken profitieren.

Doch das ist noch nicht alles, verspricht die Finanznachrichten-Übermittlerin. In den nächsten fünf Jahren will SWIFT durch umfangreiche Kosteneinsparungen weitere Preisnachlässe gewähren. Die unter dem Etikett SWIFT2020 geführte Strategie, die ab diesem Januar umgesetzt wird, soll bis im Jahr 2020 zu Preisreduktionen von maximal 45 Prozent führen.

Angespannte Lage

Die drastischen Schritte reflektieren nicht zuletzt die angespannte Situation der SWIFT-Kundschaft: Die Banken müssen weltweit sparen, und verlangen dies wohl auch von der genossenschaftlich geführten Nachrichten-Übermittlerin.

Zudem drohen neue Entwicklungen wie die Blockchain-Technologie, welche die Abwicklung von Transaktionen ohne Intermediäre möglich macht, das SWIFT-Modell zusätzlich unter Druck zu bringen.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

Western Union

Der Zahlungsdienstleister Western Union und die SBB haben eine Smartphone-App lanciert. Sie ermöglicht Geldtransfers in über 200 Länder an mehr als 1'000 Billett-Automaten. Die Überweisung können entweder bar oder mit einer Bankkarte erfolgen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds hat im Juli dieses Jahres über 900 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von 2,2 Prozent. Die Nettomittelzuflüsse betrugen rund 4 Milliarden Franken.

VZ Gruppe

Die Depotbank der VZ Gruppe hat einen neuen Digital Banking Hub der Zürcher Softwareschmiede Crealogix in Betrieb genommen. Der Hub erlaubt eine modulare Weiterentwicklung als Plattform für verschiedene Banking-Applikationen.

Moody's

Die Ratingagentur bescheinigt dem Schweizer Bankensystem einen «stabilen Ausblick». Die Einstufung reflektiere die Erwartung, dass die operativen Konditionen für die Banken in der Schweiz solide und stabil bleiben, so Moody's.

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