Eric Sarasin kann aufatmen

Eric Sarasin

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Deutsche Staatsanwälte haben das Verfahren gegen Eric Sarasin wegen heikler Steuer-Konstrukte, so genannter Cum/Ex-Geschäfte, eingestellt. Das teilte am Donnerstag ein Sprecher des ehemaligen Vizechefs der Bank J. Safra Sarasin gegenüber der Agentur «SDA» mit.

Die deutschen Staatsanwälte ermittelten wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und gewerbsmässigen Betrugs.

Sechsstellige Zahlung

Die Einstellung erfolgt nun aufgrund einer Bestimmung des deutschen Strafprozessrechts, wonach eine Einstellung bereits während des Verfahrens gegen eine Geldauflage erfolgen könne, wenn die Ermittlungen aller Voraussicht nach nicht zu einer Anklage führen, wie es hiess.

Indes musste Sarasin in der Sache einen tiefen sechsstelligen Betrag bezahlen, so der Bericht. Diese Zahlung sei allerdings keine Busse und auch kein Schuldeingeständnis, beteuerte ein Sprecher des Bankers.

Zum Rücktritt gezwungen

Wie auch finews.ch berichtete, geriet Sarasin 2014 in den Strudel der Cum/Ex-Affäre bei der Bank J. Safra Sarasin. Damals klagten der deutsche Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer sowie der Drogerieketten-Besitzer Erwin Müller gegen die Bank, nachdem sie mit Finanzkonstrukten viel Geld verloren hatten. Später schalteten sich deutsche Staatsanwälte ein.

Im Herbst 2014 musste Sarasin, der stets seine Unschuld beteuerte, unter dem Druck der Anschuldigungen bei der brasilianisch-schweizerischen Privatbank zurücktreten.

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NEWS GANZ KURZ

Postfinance

Mit dem Fintech-Jointventure Finform wollen die Postbank und das ETH-Spinoff Axon Ivy die Industrialisierung von Bankenprozessen neu gestalten. Insbesondere soll Banken geholfen werden, die stetig wachsende Formularflut zu bewältigen.

Credit Suisse

Laut Medienberichten will die Schweizer Grossbank ihren Anteil an einem chinesischen Brokerage-Gemeinschaftsunternehmen ausweiten. Demnach würde die Credit Suisse ihre Beteiligung an der lokalen Firma Credit Suisse Founder Securities von 33 auf 49 Prozent steigern; weder das Institut noch die chinesische Partnerin Founder Securities bestätigten die Spekulationen.

Investis

Die Westschweizer Immobiliengruppe Investis hat für den Börsengang am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange den Angebotspreis bei 53 Franken pro Aktie festgelegt. Die Gruppe erwartet somit ein Erlös von 148 Millionen Franken.

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

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