UBS: Pole Position in China ist nicht sicher

UBS@shutterstock.com

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Die grösste Schweizer Bank vertieft ihren Fussabdruck in China unter anderem mit einer Verdoppelung des Personalbestandes. Doch die Konkurrenz ist ihr auf den Fersen. Insbesondere eine US-Bank könnte ihr das Geschäft streitig machen.

Trotz rückläufiger Wirtschaftsleistung in China und in der heftigen Turbulenzen an den Aktienmärkten, investiert die UBS ungebremst in die Volksrepublik. So sollen in den Kernbereichen Vermögensverwaltung, Investmentbanking und Asset Management der Personalbestand verdoppelt werden, wie UBS-CEO Sergio Ermotti an einer China-Konferenz sagte. Derzeit beschäftigt die UBS auf dem chinesischen Festland rund 600 Mitarbeitende.

Die Bedeutung Chinas in Asien sei für die UBS zentral, betonte Ermotti bereits mehrmals. Der Grund: Die Volksrepublik zählt laut Studien über eine Million Millionäre. Schätzungsweise sind diese Millionäre ingesamt 5 Billionen Dollar schwer.

Auch im Investmentbanking stark

Hinzu kommt: Ende vergangenen Jahres hat die UBS geschätzte zwei bis 2,5 Milliarden Dollar in die Postal Savings Bank of China (PSBC) investiert, wie auch finews.ch berichtete. Der Deal könnte die UBS in neue Sphären katapultieren.

Denn die PSBC unterhält in China rund 40'000 Filialen und zählt über 470 Millionen Kunden. Als strategischer Partner könnte es der UBS gelingen, über dieses Netz ihre Dienstleistungen zu verkaufen – auch an die aufstrebende Mittelschicht.

Und obwohl sich die UBS primär als Wealth-Management-Bank versteht, in China mischt sie im Investmentbanking gemäss einer Bloomberg-Grafik ganz vorne mit (siehe Grafik).

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Damit hat die Schweizer Grossbank die Grundsteine gelegt, um an der immensen Vermögensbildung in der Volksrepublik stärker zu profitieren als ihre ärgsten Konkurrenten.

Goldman Sachs auf Augenhöhe

Allerdings geht im Rennen um den chinesischen Markt jeweils ein Rivale etwas unter: Goldman Sachs. Dabei ist die amerikanische Grossbank laut «Bloomberg» das einzige Finanzinstitut, das im Reich der Mitte auf Augenhöhe mit der UBS steht.

Das mag auf den ersten Blick erstaunen, ist doch Goldman Sachs primär als Investmentbank bekannt und weniger als Wealth Manager. Insgesamt betreut die US-Grossbank in Asien etwa 50 Milliarden Dollar - das meiste davon in China. Zum Vergleich: Die UBS ist mit 270 Milliarden Dollar an verwalteten Vermögen der Platzhirsch in Asien. 

Aber Goldman Sachs hat wie auch die UBS schon frühzeitig Partnerschaften mit chinesischen Firmen gebildet, um sich so Absatzkanäle für ihre Produkte und Wealth-Management-Dienstleistungen zu sichern. Beide Geldhäuser sind derzeit die einzigen ausländischen Firmen, welche über Joint Ventures Lizenzen erworben haben, um Private Banking, Asset Mangement und Aktienhandel Onshore anzubieten – ein deutlicher Vorteil gegenüber Rivalen wie Deutsche Bank oder Credit Suisse.

Lokale Banken mit Problemen

Dabei spielen UBS und Goldman Sachs auch die Untersuchungen gegen Citic in die Hände. Dem grössten Wertpapierhändler Chinas wird vorgeworfen, bei der Bewertung ihres Derivategeschäfts getrickts zu haben. Zudem soll der Broker in Insidergeschäfte verwickelt sein. Der Vertrauensverlust in den inländischen Player könnte zum Vorteil der ausländischen Anbieter werden.

Goldman Sachs ist mit rund 350 Mitarbeitern in China präsent. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis Goldman Sachs personell nachziehen wird. Denn auch bei der amerikanischen Grossbank zählt China zu den Kernmärkten.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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