Bezahl-Apps: Paymit drängt Angebot der Migros Bank an den Rand

Paymit App

Paymit App

Im Wettlauf um den Schweizer Standard für digitales Bezahlen in der Schweiz liegt die Applikation Paymit gut im Rennen. Wie auch finews.ch am Donnerstag berichtete, rüsten sich die Kantonalbanken in Obwalden, St. Gallen und Zug mit der App aus.

Das Paymit-Universum wächst somit stetig. Entwickelt wurde die App von der SIX in Zusammenarbeit mit der UBS und der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Letztes Jahr kam auch der Schweizer Telekom-Riese Swisscom an Bord, der Paymit mittlerweile als Komplettlösung an interessierte Banken vertreibt. Bisher nutzen die Luzerner Kantonalbank, Banque Cantonale de Genève, Banque Cantonale Vaudoise und Raiffeisen die Paymit-Lösung fürs mobile Bezahlen zwischen Privatpersonen (P2P).

Zudem werde Paymit ab Februar erstmals auch Zahlungen im Handel ermöglichen, wie die die SIX Group am Donnerstag mitteilte.

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Das spüren konkurrierende Initiativen. So bekundet die Migros Bank offenbar Mühe, mit ihrer P2P-App Gefolgschaft ausserhalb ihres eigenen Bankkunden-Kreises zu finden. Die Migros Bank war mit ihrer bereits 2014 lancierten App MobilePay P2P eine Pionierin. Letzten Juli wurde der Service auf Nichtkunden ausgedehnt, wie auch finews.ch berichtete.

Jetzt ist bei der Migros-Bankentochter bezüglich der Initiative Ernüchterung eingekehrt, wie das Institut auf Anfrage bestätigt. «Aufgrund der massiven Konkurrenz durch andere Anbieter sieht die Migros Bank von einer weiteren Bewerbung von MobilePay P2P für Nichtkunden ab», heisst es dort.

Gewichtiger Konkurrent

Aus Kundensicht, so das Institut weiter, mache stattdessen eine offene Lösung Sinn, die dem Kunden die Wahl der Bezahlungsart lässt. Dazu führt die Migros Bank erste Gespräche mit der SIX bezüglich Paymit und mit der Postfinance zu deren Angebot Twint. Die MobilePay-Lösungen setzt das Institut nach eigenen Angaben aber weiter erfolgreich ein.

Tatsächlich ist die Postbank mit Twint derzeit der wichtigste Konkurrent, der gegen Paymit noch im Feld steht. Die Gratis-App kann im Gegensatz zu Paymit nicht nur für P2P-Überweisungen genutzt werden, sondern als voll funktionsfähige digitale Brieftasche. Twint zählt gewichtige Anhänger: Dazu gehören der Detailhandels-Riese Coop, die Post, die Bank Valiant sowie die Berner, Thurgauer, Graubündner und Schaffhauser Kantonalbanken.

Im Herbst an die Kassen?

Das Kopf-an-Kopf-Rennen um Nutzer dürfte derweil anhalten. Aus dem Umfeld des Paymit-Lagers heisst es, nun könnten im Wochentakt neue Partner hinzukommen. Zudem fokussieren die Paymit-Entwickler zunehmend auf den Detailhandel.

So will offenbar die SIX ihre Karten-Terminals bei Retailern bis kommenden Herbst fürs Bezahlen mit der Paymit-App ausrüsten.

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NEWS GANZ KURZ

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

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