Carsten Maschmeyer: «Für Kapitalismuskritiker bin ich eine ideale Projektionsfläche»

Carsten Maschmeyer

Carsten Maschmeyer

Der umstrittene Investor Carsten Maschmeyer entzweit die Finanzwelt. Für die einen ist er ein Gauner, der Kunden absichtlich und systematisch falsch beraten haben soll – Stichwort AWD.

Andere verehren den Investor, der als Kind Armut, Gewalt und Einsamkeit erlebt hatte. Trotz seiner schweren Kindheit hat er es geschafft, mit gezielten Investitionen Millionen anzuhäufen.

Der neue Löwe

Deshalb schlug die Nachricht in Deutschland ein wie eine Bombe, als bekannt wurde, dass Maschmeyer neues Jurymitglied der demnächst ausgestrahlten Unterhaltungsshow «Die Höhle der Löwen» wird.

In der Show treten Erfinder und Unternehmensgründer mit Geschäftskonzepten an, die auf der Suche nach Risikokapital sind. Dabei stellen sie ihre Idee echten Investoren – den «Löwen» – vor und bieten ihnen Geschäftsanteile an.

Auf sein Bauchgefühl ist Verlass

Maschmeyer weiss, dass er polarisiert. «Für einige Kapitalismuskritiker bin ich natürlich eine ideale Projektionsfläche», sagte er kürzlich in einem Interview mit dem Newsportal «Business Insider».

Gleichzeitig sieht er sich als Idealen Investor und Berater. «Gründer brauchen Kapital und unternehmerische Kompetenz. Und genau das kann und will ich ihnen geben.»

Wie viel Geld der Investor in erfolgsversprechende Ideen stecken will, lässt er offen. Und wer letztlich seine Unterstützung erfährt, macht Maschmeyer von seinem mittlerweile «guten Bauchgefühl» abhängig.

Weit verzweigte Investitionen 

Seit er 2008 das Allfinanz-Unternehmen AWD an die Swiss Life verkauft hat, agiert er als Risikokapital-Geber und investiert seine Millionen laut eigenen Angaben meist erfolgreich in zahlreiche Unternehmen.

Die Palette reicht von Therapieverfahren gegen Depressionen, einem Portal für Chauffeur-Dienste in Berlin bis hin zu einem Vertriebskanal für Nahrungsmittel-Ergänzungen. Auch bei Fintech-Firmen hat Maschmeyer seine Hand im Spiel, wie finews.ch unlängst berichtete.

Und Maschmeyer hofft mit der Show, weiteren guten Ideen zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei geht er aufs Ganze: «Mein Ziel ist nicht aus fünf Millionen acht zu machen. Sondern: Entweder ist das Geld halt weg oder — besser — es hat sich irgendwann verzwanzigfacht.»

Erster oder Bester sein

Damit dies gelingt, hat er im Vorfeld der Show die Firma Seed&Speed gegründet. Dahinter steckt ein Investmentteam aus Vertriebs-, Marketing und Finanzspezialisten, welche die von Maschmeyer auserkorenen Erfinder «mit Höchstgeschwindigkeit» unterstützen.

«Im Grunde geht es doch nur um eins: So schnell wie möglich laufen. Sei Erster oder Bester. Gerade im Internet-Zeitalter geht der Ausscheidungswettbewerb über Geschwindigkeit», so Maschmeyer.

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