Eine Bürde weniger für den Bankenplatz

Es ist eine Last weniger – wenn auch nur ein Etappenziel für die Schweizer Banken: Das letzte Institut in der Kategorie 2 ist im US-Steuerstreit gebüsst worden. Die Busse ist einmal mehr hoch.

Mit der ehemaligen Hyposwiss Privatbank Zürich hat sich die letzte Bank aus der Kategorie 2 mit den amerikanischen Behörden im US-Steuerstreit geeinigt. Um einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen, muss die HSZH Verwaltungs AG, wie die Hyposwiss nun heisst, 49,7 Millionen Dollar bezahlen, wie das US-Department of Justice in der Nacht auf Donnerstag mitteilte.

Die Hyposwiss Zürich war im Jahr 2014 von der St. Galler Kantonalbank übernommen und integriert worden. Diese hielt in einer Mitteilung fest, dass mit dieser Einigung das amerikanische Programm für die Bank selbst sowie die ehemaligen Tochtergesellschaften Hyposwiss Zürich und Hyposwiss Genf abgeschlossen sei.

Die Kosten für die Aufarbeitung des Programms und die Bussenzahlung für alle drei Gesellschaften seien im Jahresabschluss 2015 enthalten. Der Konzerngewinn wird voraussichtlich 133 Millionen Franken betragen. Die Dividende ist nicht betroffen und wird der Generalversammlung 2016 unverändert mit 15 Franken beantragt.

Kosten von weit über einer Milliarde

Die Busse für die Hyposwiss muss als sehr hoch beurteilt werden – doch ist die Privatbank im US-Geschäft auch sehr aktiv gewesen. Sie hat laut DoJ ab August 2008 605 Konten mit US-Bezug gehalten und Kundenvermögen von bis zu 1,12 Milliarden Dollar.

Das DoJ feierte in seiner Mitteilung den Abschluss der Einigungen in der Kategorie 2 des Bankenprogramms als Meilenstein bei der Bekämpfung der Steuerflucht. Der Schweizer Bankenplatz hat eine Bürde weniger. Gekostet hat es ihn neben Reputationsschäden weit über 1 Milliarde Dollar nur an Bussgeldern – Anwalts- und Aufarbeitungskosten nicht eingerechnet.

Die höchste Busse bezahlte die BSI mit 211 Millionen Dollar. In der Kategorie 1 warten noch eine Reihe von Banken auf das Urteil aus den USA: Darunter Julius Bär, Pictet und die Zürcher Kantonalbank.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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