Ex-CS-Kadermann nun unter Mönchen

Bild: Jean-Marie Duvoisin

Bis vor Jahresfrist arbeitete der 46-jährige Bündner Marc Dosch mit Herz und Leidenschaft in der Medienstelle der Credit Suisse in Zürich, wo er zuletzt Head Group Media Relations war. Dann, nach insgesamt elfjährigem Engagement für die Schweizer Grossbank, verabschiedete er sich überraschend aus der Branche.

Eine Weile war es still um ihn, Dosch widmete sich der Übersetzung einer wissenschaftlichen, kulturanthropologischen Studie, bevor er sich nun einen neuen Job angelte.

Wie seinem Linkedin-Profil zu entnehmen ist, amtet Dosch seit Anfang Jahr als Verwaltungsdirektor des Klosters Einsiedeln SZ sowie als Assistent des Abts Urban Federer.

Organisiert wie ein KMU

Wie er an diesem Wochenende gegenüber der «Sonntagszeitung» (Artikel kostenpflichtig) zu Protokoll gab, ist ihm der klerikale Alltag nicht ganz fremd, besuchte er doch selber die Klosterschule Disentis. Und wichtig sei es ihm auch gewesen, etwas ganz Neues zu machen.

Allerdings bleibt Dosch auch in Einsiedeln der wirtschaftliche Faktor erhalten. Denn das Kloster ist nicht nur eine spirituelle Stätte, sondern recht eigentlich auch ein grosses KMU mit 250 Mitarbeitern, das höchst professionell geführt wird, wie der frühere CS-Banker betont.

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NEWS GANZ KURZ

Credit Suisse

Laut Medienberichten will die Schweizer Grossbank ihren Anteil an einem chinesischen Brokerage-Gemeinschaftsunternehmen ausweiten. Demnach würde die Credit Suisse ihre Beteiligung an der lokalen Firma Credit Suisse Founder Securities von 33 auf 49 Prozent steigern; weder das Institut noch die chinesische Partnerin Founder Securities bestätigten die Spekulationen.

Investis

Die Westschweizer Immobiliengruppe Investis hat für den Börsengang am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange den Angebotspreis bei 53 Franken pro Aktie festgelegt. Die Gruppe erwartet somit ein Erlös von 148 Millionen Franken.

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

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