Kuoni-Übernahme: Ein Deal der US-Banken

Kuoni

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Mit dem Reisekonzern Kuoni geht ein weiterer grosser Name der Schweizer Wirtschaft an einen ausländischen Investor. Und nicht nur das: Die Transaktion haben vorab amerikanische Banken begleitet.

Es ist das vorläufige Ende eines quälenden Abstiegs: Kuoni wird an die ausländische Finanzinvestorin EQT verkauft. Wie der ehemals grösste Schweizer Reisekonzern am Dienstag mitteilte, unterstützen der Kuoni-Verwaltungsrat wie auch die Hugentobler-Stiftung als Kuoni-Ankeraktionärin das Angebot.

In der Meldung von EQT findet sich zudem der Hinweis, welches Institut der Bieterin, die zum schwedischen Wallenberg-Imperium gehört, den Weg geebnet hat: Es ist die amerikanische Investmentbank J.P. Morgan, deren hiesige Operationen der umtriebige Schweiz-Chef Nick Bossart lenkt.

J.P. Morgan und Morgan Stanley

J.P. Morgan Schweiz wollte den Kuoni-Kauf auf Anfrage von finews.ch nicht kommentieren. Kenner der Transaktion berichten derweil, dass die Amerikaner vorläufig als einzige Bank von EQT mandatiert worden sind.

Das überrascht. Noch überraschender ist indes, dass auch auf Seiten von Kuoni ebenfalls ein amerikanisches Institut im Cockpit sitzt: Morgan Stanley. Die Credit Suisse, seit jeher die Hausbank von Kuoni, muss sich mit der ausländischen Bank die Rolle des «Financial Adviser» teilen, wie der Kuoni-Mitteilung zu entnehmen war.

Erinnerungen an 2014

Klingende Namen der Schweizer Wirtschaft gehen über die Theke – und das Swiss Banking sieht zu. Die EQT-Kuoni-Transaktion erinnert an die Schmach von 2014, als bei den Deals zwischen dem Schweizer Zementriesen Holcim mit der französischen Lafarge und dem Basler Pharma-Multi Novartis mit der Konkurrentin GSK die Schweizer Investmentbanker aussen vor blieben.

Morgan Stanley sei bei Kuoni zum Zug gekommen, weil das Institut über gute Kontakte zum Verwaltungsrat verfüge, berichten die Insider weiter. Immerhin bestehen noch Chancen, dass doch ein weiteres Schweizer Institut zum Zug kommt.

Private-Equity-Investoren wie EQT ziehen für die Finanzierung einer Übernahme oftmals noch eine weitere Bank hinzu.

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NEWS GANZ KURZ

Walliser Kantonalbank

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 sowohl ein leicht höheres operatives Ergebnis als auch etwas mehr Gewinn verzeichnet. Im wichtigen Zinsen-Geschäft stieg der Bruttoerfolg um 1,8 Prozent auf rund 80 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr erwartet die Kantonalbank weiterhin einen Gewinn auf der Höhe des Vorjahres.

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

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