Sergio Ermotti sieht UBS-Aktienkurs entspannt

Sergio Ermotti, CEO UBS

Die Wahrnehmung von UBS-CEO Sergio Ermotti und jene des Aktienmarktes zum Jahresergebnis der Bank passen so gar nicht zusammen. Ermotti zeigte sich sehr zufrieden, die Börse reagierte unwirsch. Im Laufe des Dienstags verlor die UBS-Aktie 8,8 Prozent, was rund 5,5 Milliarden Franken Firmenwert entspricht.

Während Ermotti die starke Basis im Wealth Management und die Zahlung einer Spezialdividende rühmte, sahen die Märkte eine Bank, die Kundengelder verliert und hohe Risiken im Öl- und Gasgeschäft in den Büchern hält.

Das Resultat: Die Aktie wurde in Massen abgestossen.

Aber Ermotti hat dafür nicht viel mehr als ein Schulterzucken übrig. «Das wäre so, wie wenn ich mich nach dem Spiel beim Schiedsrichter beschweren würde,» sagte er am Dienstag vor den Medien. Ermotti war in seiner Jugend ein talentierter Fussballspieler, der es bis in die Jugend-Nationalmannschaft gebracht hatte.

Konsensschätzungen – ein Rätsel

Er habe in jüngster Zeit kaum je eine Bankaktie nach der Veröffentlichung von Resultaten steigen sehen, so Ermotti weiter. «Das sagt ein klein wenig über die Psychologie der Märkte aus.»

Er rätsle manchmal über die Qualität von Konsensusschätzung, «um es diplomatisch auszudrücken.»Der UBS-CEO hatte jüngst Analystenschätzungen angezweifelt, die Aktie müsse deutlich höher bewertet sein.

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NEWS GANZ KURZ

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

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