Steuerstreit: Einigt sich Julius Bär bereits morgen mit den USA?

Julius Bär soll bereits morgen Donnerstag den langjährigen Steuerstreit mit den US-Behörden beilegen. Die Zürcher Privatbank werde dabei eine Busse zahlen sowie eigenes Fehlverhalten eingestehen, berichtete am Mittwoch die Agentur «Bloomberg» mit Verweis auf anonyme Quellen.

Für eine mögliche Busszahlungen hat Julius Bär bisher 547,24 Millionen Dollar zurückgestellt.

Kein Schuldbekenntnis, kein Wachhund

Ebenfalls auf den Donnerstag ist der Prozess gegen die zwei Bär-Kundenberater Daniela Casadei und Fabio Frazzetto angesetzt, denen US-Staatsanwälte in New York Beihilfe zur Steuerflucht vorwerfen, wie finews.ch berichtete.

Wie es weiter hiess, muss sich Julius Bär, gegen welche die US-Behörden als so genannte Kategorie-1-Bank ein Strafverfahren einleiteten, nicht der Steuervergehen schuldig bekennen. Dies forderten die USA im Mai 2014 von der Schweizer Grossbank Credit Suisse. Ebenfalls soll Julius Bär kein Aufseher in Diensten der US-Behörden ins Haus gesetzt bekommen, so der Bericht.

Die Bank wollte sich dazu gegenüber «Bloomberg» nicht äussern.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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