Leonteq: Partnerschaft mit DBS erleidet Schiffbruch

Leonteq

Leonteq (Bild: Messerli Group)

Leonteq, DBS, Avaloq und Numerix hätten die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Einführung eines integrierten Multi-Issuer-Vertriebssystems aufgrund von unterschiedlichen Interessen bezüglich Geschäftsmodell und Exklusivität beendet, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Das Unternehmen will die Einführung von Automatisierungslösungen für die Buy-Side selbständig sowie mit anderen Partnern wie Avaloq fortführen.

Auch Vertrieb beendet

Darüber hinaus ist auch die DBS-Leonteq Kooperation im Vertrieb von aktiengebundenen strukturierten Anlageprodukten beendet. DBS‘ Anteil am gesamten Transaktionsvolumen lag 2015 bei 6 Prozent. Somit werden im Vorjahresvergleich keine materiellen Auswirkungen auf Leonteqs Ergebnisse erwartet.

Leonteq bedauert gemäss weiteren Angaben, dass die Zusammenarbeit mit DBS zu Ende ging, ist aber überzeugt, dass die offene Plattform, das Kernstück des Geschäftsmodells, den spezifischen Anforderungen zukünftiger Partner gerecht wird.

Mehr Dividende – Asien-Chef zurück in die Schweiz

Im Geschäftsjahr 2015 steigerte Leonteq den Gewinn um 10 Prozent auf 68,6 Millionen Franken, wie am Donnerstag weiter zu erfahren war. Zur Ausschüttung soll eine Dividende von 1.75 Franken kommen, gegenüber 1.50 Franken im Vorjahr.

David Schmid, derzeit CEO Asien, ist per sofort zum Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt worden.

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NEWS GANZ KURZ

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

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