Hedgefonds: Das «neue» Rezept der CS

Bild: Shutterstock

Hedgefonds haben die Anlegerschaft letztes Jahr enttäuscht. Nun wartet die Credit Suisse mit einer Anlagestrategie auf, welche die besten Hedgefonds-Wetten vereint.

Man nehme die zehn Top-Wetten von sechs Hedgefonds auf Aktien und gebe diese in einen Fonds. So lautet das einfache Rezept der Credit Suisse (CS).

Dabei handelt es sich um einen Ableger des Dachfonds-Geschäfts der Credit Suisse, wie die «Financial Times» (Artikel bezahlpflichtig) kürzlich berichtete.

Das Asset Management der Schweizer Grossbank bringt diese Anlagestrategie zu einem Zeitpunkt, wo die Hedgefonds-Industrie mit überbordenden Problemen zu kämpfen habe – begleitet von hohen Gebühren und Underperformance, wie es weiter heisst.

«Wir sind keine Stockpicker»

Laut dem Bericht hat die Mehrheit der Hedgefonds 2015 Geld verloren – darunter befinden sich auch bekannte Namen. Der Industrie wurde angelastet, dass sie jeweils auf ähnliche Anlagen setzte.

Dem will die CS nun entgegenwirken, indem sie die besten Stockpickers identifiziert. «Wir selber sind keine Stockpicker», sagt Kelsey Deshler, Verantwortlicher für die Umsetzung der Strategie, zur «Financial Times». Der Fonds soll noch diese Woche lancierte werden.

Doch neu ist die Strategie nicht. Bereits vor eineinhalb Jahren hat der amerikanische Private-Equity-Manager KKR, ein ähnliches Anlagevehikel auf den Markt gebracht.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer hat das Franz-Carl-Weber-Haus an der Bahnhofstrasse 62 in Zürich gekauft. Die Immobilie gehörte zuvor dem ehemaligen Denner-Eigentümer Philippe Gaydoul. Der Preis beläuft sich Schätzungen zufolge auf 230 Millionen Franken.

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

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