LLB-Banker lanciert Plattform für Superreiche

Douglas Azar

Diese Woche ging mit Wealthinitiative ein neues Fintech-Unternehmen an den Start. Dabei handelt es sich um eine Art Tauschbörse für Luxusgüter. Banken und Vermögensverwalter können sie auf ihrer Plattform integrieren.

Im Gegensatz zu anderen Startups hegt Wealthinitiative keine disruptiven Absichten, wie der Pressemitteilung weiter zu entnehmen ist. Vielmehr unterstützt die Plattform Privatbanken und Vermögensverwalter, indem sie Transaktionen von Luxusgütern vereinfacht.

LLB-Mann gründete Plattform 

Der Gründer der Plattform heisst Douglas Azar. Er arbeitet gleichzeitig bei der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) als Head of Investment Advisory für Zentral- und Osteuropa. Zuvor war der Franzose bei derselben Bank als Head of Investment Counselling in Dubai tätig.

Die Bank sieht offenbar keinen Interessenkonflikt zwischen Azar, dem LLB-Kader, und Azar, dem Jungunternehmer. Er habe die LLB im Vorfeld über seine Aktivitäten informiert, erklärte die Bank gegenüber finews.ch. Die LLB fungiere nicht als Kapitalgeberin, und es sei auch keine Beteiligung an Wealthinitiative geplant.

Makler umgehen

Die Plattform ist als Cloud-basierte Lösung verfügbar oder läuft auf der IT-Infrastruktur des jeweiligen Finanzinstituts. Damit würden sich die Transaktionen diskreter, effizienter und kostengünstiger für den Kunden abwickeln lassen, schreibt Wealthinitiative.

Über die Plattform könnten Privatbanken die normalerweise eher hohen Maklergebühren umgehen und so zusätzlichen Umsatz erzeugen, heisst es weiter.

Einsatz von Blockchain-Technologie

In einem nächsten Schritt will Wealthinitiative laut Azar auch einen Austausch von Luxusgütern zwischen Finanzinstituten ermöglichen. Zudem arbeitet das Startup an der Integration von Blockchain-Technologien. Sie sollen es erlauben, Herkunft und Besitz von gehandelten Güter zurück zu verfolgen. Das soll die Sicherheit von Transaktionen erhöhen, so Azar.

 

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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