Vontobel startet Offensive in Asien

Die Wachstumstreiber in der Bank Vontobel sind seit geraumer Zeit das Asset Management sowie der Bereich Financial Products mit der Multi-Issuer-Plattform deritrade.

Das Jahresergebnis für 2015 hat dies erneut belegt: Die verwalteten Vermögen stiegen mit knapp 8 Milliarden Franken vor allem im Asset Management an, auch bedingt durch die Übernahme von TwentyFour Asset Management.

Das Wealth Management spürte den negativen Effekt der Währungsverschiebungen, die Kundenvermögen stiegen dort um 2,1 Milliarden Franken auf 42,5 Milliarden – auch dank der Finter-Übernahme.

Keine Rede von Schwäche

Der Ergebnisbeitrag spiegelt das zunehmende Gewicht des Asset Management weiter: Im Wealth Management sank der Vorsteuergewinn um 18 Prozent auf 61 Millionen Franken, im Asset Management stieg er um 28 Prozent auf 139 Millionen und im Bereich Financial Products um 27 Prozent auf 62 Millionen Franken.

Vontobel will von einer Schwäche im Wealth Management aber nichts wissen: In den letzten drei Jahren seien die verwalteten Vermögen um durchschnittlich 5,2 Prozent gewachsen.

Damit sei Vontobel deutlich besser als die Konkurrenz von Julius Bär, EFG, UBS und Credit Suisse. Ungewichtet seien in dieser Vergleichsgruppe die verwalteten Vermögen im Schnitt nur um 3,7 Prozent gewachsen.

Private Banking – in Asien eine Nische

Vontobel schaffte dieses Wachstum ohne sich auf den Wealth-Management-Boommarkt Asien-Pazifik verlassen zu müssen. Das wird so bleiben.

Die Zürcher Bank hat am Donnerstag zwar eine neue Wachstumsinitiative für Asien-Pazifik angekündigt mit dem Ziel, das Geschäftsvolumen bis 2020 in dieser Region zu verdoppeln.

Das Wealth Management spielt darin aber eine untergeordnete Rolle – es werde sich auf ein Nischenangebot fokussieren, so Vontobel. Auf keinen Fall sollen die Kosten steigen. Keine Kundenvermögen würden ausserhalb der Plattformen in der Schweiz, in Liechtenstein und Deutschland gebucht.

Hoffnung liegt auf Produkte-Plattform

Das Wachstum in Asien muss darum in erster Linie vom Asset Management und von den Strukturierten Produkten kommen. In der Vermögensverwaltung werden einzelne Märkte nun gezielter angegangen, wobei sich Vontobel auch einiges von der Kooperation mit der neuseeländisch-australischen Bank ANZ verspricht.

Im Bereich Financial Products will Vontobel weiter in Technologie investieren und die Multi Issuer Platform weiter etablieren. Bereits sieben Vertriebspartner hätten ihr Interesse ausgedrückt.

Doch Vontobel bleibt auch gewohnt konservativ, was das Eingehen von Risiken betrifft. Investiert wird in die Wachstumsinitiative nicht viel. Denn die Kostenbasis solle sich nicht signifikant erhöhen und das Ziel von 75 Prozent beim Kosten-Ertrags-Verhältnis für 2017 bleibt bestehen.

Übernahmen seien zwar eine Option für das Private Banking und das Asset Management. Doch eigentlich will Vontobel in Asien organisch wachsen.

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Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

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